Ägypten: 75 Anklagen nach Fußball-Krawallen

Port Said.
Foto: REUTERS Al-Masry-Anhänger hatten nach der Niederlage ihrer Mannschaft das Feld gestürm.

Bei den Ausschreitungen sind am 1. Februar sind 74 Menschen ums Leben gekommen.

Im Zusammenhang mit den tödlichen Krawallen bei einem Fußballspiel in Ägypten vor sechs Wochen ist gegen 75 Menschen Anklage erhoben worden. Unter den Beschuldigten waren neun Polizisten, drei Verantwortliche des Fußballvereins Al-Masry sowie zwei Minderjährige, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Kairo am Donnerstag mitteilte.

Den Polizisten wird Fahrlässigkeit vorgeworfen. Sie sollen bei dem Spiel am 1. Februar in der nordägyptischen Stadt Port Said die Gefahr von Ausschreitungen unterschätzt haben.

Bei den Krawallen nach dem Spiel zwischen dem einheimischen Klub Al-Masry und der Mannschaft von Al-Ahly aus Kairo waren 74 Menschen getötet worden. Nach der Niederlage der Heimmannschaft hatten Anhänger von Al-Masry das Spielfeld gestürmt und die Fans von Al-Ahly mit Steinen und Flaschen beworfen.

Am Donnerstag forderten tausende Anhänger des Kairoer Vereins bei einer Demonstration Gerechtigkeit für die Opfer.

(apa / wol) Erstellt am
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