Adi Pinter: 1948 - 2016

© Foto Lui

Fussball
05/20/2016

Adi Pinter überraschend verstorben

Eine schillernde Figur ist gegangen. Der Ex-Trainer wurde 68 Jahre alt

Adi Pinter wurde geliebt oder gehasst. Doch kalt gelassen hat der Grazer niemand. Gestern ist Pinter 68-jährig überraschend einem Herzinfarkt erlegen. Pinter hat stets gesagt, was er sich gedacht hat, etwa: "Es gibt zwei Prozent Übermenschen und 98 Prozent Naturdeppen." Er selbst zählte sich selbstverständlich zu den zwei Prozent.

Sprücheklopfer

Mit markigen Sprüchen, seinem Charisma und der roten Krawatte hat der 1948 in Graz geborene Pinter den Fußball in Österreich geprägt. Er spielte beim GAK und wechselte danach nach Belgien. 1978 beendete er das Sportstudium in Köln und lernte Ernst Happel beim Club Brügge kennen. Pinter trainierte unter anderem den GAK, den Wiener Sportclub, Krems und Pasching und war im Ausland in Marseille beschäftigt.

"Wenn man in Österreich die Wahrheit sagt, wird man zur Persona non grata. Ich bin kein Diplomat", sagte er einmal. Das Ende seiner Trainertätigkeit 2011 war – typisch für ihn – skurril. Bei der 0:6-Niederlage seines GAK in der Regionalliga Mitte beim FC Pasching entblößte Pinter seinen Oberkörper vor der Fankurve und präsentierte den GAK-Schriftzug auf seinem Rücken. Der Pasching-Präsident reagierte – und trennte sich von Pinter.

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