Feiertag in Hütteldorf.

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Sport Fußball
09/16/2019

7. Bilanz vor der Trennung: Rapid verbessert das Torverhältnis

Was fiel in der siebenten Runde der Bundesliga-Saison 2019/'20 positiv auf? Was blieb hingegen negativ in Erinnerung?

von Stephan Blumenschein

Der KURIER lässt auch in dieser Saison, in der die Bundesliga erneut nach 22 Runden in eine Meister- und eine Qualifikationsgruppe geteilt wird, am Montag das jeweilige Wochenende Revue passieren. Was fiel in der siebenten Runde positiv auf, was hingegen negativ?

+ Haalands Torhunger: "Ich hätte heute fünf, sechs Tore machen können und muss meine Chancen besser nutzen. Es gibt also viel Verbesserungspotenzial", meinte der Norweger nach dem 7:2-Kantersieg der Salzburger gegen Hartberg. Der 19-Jährige war nach einer Partie extrem selbstkritisch, in der er drei Treffer selbst erzielt und zwei weitere mustergültig vorbereitet hatte. Das beweist nur einmal mehr den unbändigen Ehrgeiz des Stürmers, der in dieser Bundesliga-Saison schon elf Treffer erzielen konnte. Hält er die Torquote, dann wackelt der Rekord von Hans Krankl, der in der Saison 1977/'78 41-mal traf, gewaltig.

+ Linzer Auswärtsstärke: 3:0 bei der Austria, 1:0 bei der Admira, 2:1 bei Rapid, 2:0 bei Sturm Graz - die Bilanz des LASK in fremden Stadien in dieser Saison unter dem neuen Trainer Valerien Ismael kann sich sehen lassen. "Das Spiel ist eine Referenz. Ich kann sagen, dass ich als Trainer angekommen bin. Es war eine reife Leistung meiner Mannschaft", war der Franzose auch dementsprechend zufrieden. Dass der Vizemeister vor dem direkten Diell am Sonntag trotzdem schon fünf Punkte Rückstand auf Meister Salzburg hat, liegt an der Heimschwäche. In Pasching gab es in drei Spielen einen Sieg, ein Remis und ein Unentschieden.

+ Rapids Treffsicherheit: Das Toreschießen war bisher nicht die große Stärke der Hütteldorfer in dieser Saison. Neun Treffer in den ersten sechs Spielen waren gerade einmal gelungen. Gegen Schlusslicht Admira trafen die Rapidler gleich fünfmal, vier Treffer fielen in der zweiten Spielhälfte. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass fünf verschiedene Rapid-Spieler getroffen haben. "Der Dosenöffner war das 1:0 kurz vor der Pause und dann nach der Pause das 2:0. Danach sind wir ganz klar in einen Flow reingekommen, haben sehr clever gespielt und viele Chancen rausgearbeitet. Ich bin sehr zufrieden", meinte Trainer Didi Kühbauer.

- Hartberger Schlussphase: Nach fünf ungeschlagenen Spielen in Serie gingen die Hartberger wieder einmal als Verlierer vom Platz. Eine Niederlage bei der Übermannschaft Salzburg ist an und für sich kein Beinbruch. Über die letzten Minuten, in denen der Tabellenführer von 4:2 noch auf 7:2 stellen konnte, ärgerte sich aber auch Trainer Markus Schopp: "Die letzten zehn Minuten waren für mich nicht akzeptabel, weil die Spieler ganz einfach die Leidenschaft und die Disziplin vermissen haben lassen."

- Mattersburger Heimschwäche: 1:5 gegen die Austria, 0:1 gegen SKN St. Pölten, 0:2 gegen WSG Tirol: Das Pappelstadion hat endgültig seinen Schrecken verloren. Wer geglaubt hatte, die Burgenländer würden nach dem 3:1 bei der Admira mit viel Schwung in das Heimspiel gegen den fünf Spiele sieglosen Aufsteiger gehen, wurde bitter enttäuscht. "Wenn wir gegen Wattens nicht nachlegen, dann war der Sieg gegen die Admira nichts wert", hatte Mattersburg-Trainer Franz Ponweiser schon vor der Länderspielpause gemeint. Der Worst Case ist also eingetreten.

- St. Pöltens Pechserie: Wäre dem SKN St. Pölten das alles 48 Stunden früher widerfahren, dann hätten sich die Spieler zumindest  noch auf Freitag, den 13. ausreden können.  Denn für die Niederösterreicher lief beim 0:6 in Altach alles schief, was  so in einem Fußballspiel schief laufen kann: Da waren ein Eigentor (Luan) und ein Freistoß, der vom Kopf eines SKN-Spielers ins eigene Tor abgefälscht wurde; da  waren außerdem noch zwei Verletzungen und frühe Wechsel in der ersten Halbzeit (Ingolitsch, Riegler) - und zu schlechter Letzt wurde auch noch ein Gästespieler (Haas) vom Feld gestellt.