Sport | Fußball-WM
26.06.2018

WM, Tag 12: Uruguay und Spanien fixierten Gruppensieg

Uruguay schlug Gastgeber Russland klar mit 3:0. Spanien und Portugal mühten sich hingegen ins Achtelfinale.

Die ersten beiden Achtelfinal-Paarungen sind seit gestern Abend Gewissheit: Spanien bekommt es mit am Sonntag mit dem Gastgeber Russland zu tun, während der Europameister aus Portugal bereits am Samstag gegen Uruguay gefordert sein wird. Das ergab sich aus dem ersten Spieltag der dritten Runde. Doch während sich Uruguay souverän zum Gruppensieg schoss, hatten die Favoriten so ihre Probleme.

Uruguay ohne Makel

Uruguay sicherte sich am Montagnachmittag gegen Russland den Sieg in der Gruppe A. Die Mannschaft von Trainer Oscar Tabarez setzte sich gegen den Gastgeber verdient mit 3:0 (2:0) durch und blieb damit auch im dritten Gruppenspiel ohne Punkteverlust und Gegentor. Die ebenfalls für das Achtelfinale qualifizierten Russen kassierten vor dem Start der K.o.-Runde einen ersten Dämpfer.

Luis Suarez mit einem direkt verwandelten Freistoß (10.) und ein Eigentor von Denis Tscheryschew (23.), der einen Schuss von Diego Laxalt ins eigene Gehäuse ablenkte, brachten schon früh klare Verhältnisse. Edinson Cavani sorgte im Finish (90.) für den Schlusspunkt. Die Südamerikaner egalisierten damit ihren Rekord von sechs Pflichtspielen ohne Gegentor in Folge aus den Jahren 1969 und 1970. Zuvor hatten sie Saudi-Arabien und Ägypten jeweils mit 1:0 nur knapp besiegt.

Ein Sieg zum Abschied

Saudi-Arabien tritt die Heimreise von der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland mit drei Punkten im Gepäck an. Im abschließenden Gruppenmatch beider Teams in Gruppe A erzielten Mohamed Salah (22.) bzw. Salman Al-Faraj (45.+6) und Salem Al-Dawsari (95.) beim 2:1 (1:1) am Montag in Wolgograd die Treffer. Für die Mannschaft aus dem Nahen Osten ist es der erste Sieg in einer WM-Partie seit 1994. Saudi-Arabien beendet die Vorrunde in Pool A damit an der dritten Stelle. Bereits vor dem Match waren beide Mannschaften ohne Chance auf den Aufstieg ins Achtelfinale gewesen, nachdem beide ihre ersten Spiele verloren hatten.

Aufruhr hatte es kurz vor dem Match rund um Salah gegeben, der Gerüchte um einen möglichen Rücktritt aus dem Nationalteam wegen politischer Instrumentalisierung dementierte. Auf dem Platz ließ sich der Liverpool-Stürmer davon aber nicht beirren. In einem anfangs chancenarmen Match brachte Salah die in der Anfangsphase aktiveren Ägypter in der 22. Minute mit einem schönen Heber von der Strafraumgrenze in Führung. Am Ende gingen er und die Ägypter aber dennoch als Verlierer vom Platz.

Die Favoriten mühten sich

Mit Spanien und Portugal haben am Montagabend die beiden favorisierten Teams bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland die Achtelfinal-Tickets in Gruppe B gelöst. Die Spanier sicherten sich trotz eines 2:2 (1:1)-Remis gegen Schlusslicht Marokko den Gruppensieg. Die portugiesischen Europameister fixierten gegen den Iran mit einem 1:1 (1:0) als Zweiter den Aufstieg.

Das Tor für die Portugiesen erzielte Ricardo Quaresma unmittelbar vor der Pause mit dem Außenrist (45.). Ronaldo vergab mit einem verschossenen Elfmeter in der 53. Minute einen möglichen Sieg. Für den späten Ausgleich sorgte Karim Ansarifard (93.) per Strafstoß.

Spanien war gegen Marokko in der 14. Minute aufgrund eines Treffers von Khalid Boutaib in Rückstand geraten. Fünf Minuten später besorgte Isco den Ausgleich. Youssef En-Nesyri brachte die Afrikaner in Minute 81 abermals in Führung, ehe Iago Aspas den 2:2-Endstand herstellte (91.). Spanien bekommt es damit im Achtelfinale am Sonntag im Moskauer Luschniki-Stadion mit Gastgeber Russland zu tun. Portugal spielt schon am Samstag in Sotschi gegen Gruppe-A-Sieger Uruguay.

Argentiniens letzte Chance

Argentinien kämpft heute (20.00 Uhr MESZ) in Gruppe D um einen Platz im Achtelfinale. Der schlecht gestartete Vizeweltmeister benötigt dafür auf jeden Fall einen Sieg über Nigeria und wohl auch Schützenhilfe der bereits definitiv aufgestiegenen Kroaten gegen Island.

Frankreich ist in Gruppe C schon für die K.o.-Phase qualifiziert und kann mit einem Remis gegen Dänemark (16.00 Uhr MESZ) den Pool-Sieg fixieren. Dieses Resultat würde auch den Dänen zum Weiterkommen reichen. Sollten sie verlieren, hätte Australien mit einem Sieg über die ausgeschiedenen Peruaner noch die Chance auf die Runde der letzten 16.