Sport | Fußball-WM
20.06.2018

Deutscher Teammanager Bierhoff: "Ruhe bewahren"

Das Match am Samstag gegen Schweden ist "schon das erste Endspiel" für den Titelverteidiger.

Der deutsche Teammanager Oliver Bierhoff hat vor dem zweiten Gruppenspiel bei der Fußball-WM in Russland am Samstagabend (20.00 Uhr, KURIER.at-Liveticker) gegen Schweden vor zu viel Hektik und Unruhe gewarnt. "Wir dürfen nicht verkrampfen und müssen eine gewisse Ruhe bewahren", forderte Bierhoff am Mittwoch bei der DFB-Pressekonferenz in Sotschi. "Wir haben ja die Fähigkeiten, wir müssen nicht daran zweifeln."

Die Spieler seien sich natürlich darüber im Klaren, dass es nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Mexiko "schon das erste Endspiel ist. Es ist ärgerlich, dass es so früh kommt, aber das ist selbst verschuldet und wir müssen damit umgehen", betonte Bierhoff. "Wir müssen gewinnen, das ist eine klare Sache. Das wird ein ganz harter Kampf und sicher kein Hurra-Spiel."

In der Gruppe F droht dem amtierenden Weltmeister bei einer weiteren Niederlage das vorzeitige Ausscheiden in der Gruppenphase, das bei den jüngsten beiden WM-Endrunden die Titelverteidiger Italien (2010) und Spanien (2014) hinnehmen mussten. Am Dienstag hatte es deshalb vor dem Abflug in den Spielort Sotschi eine Krisensitzung im deutschen Teamquartier gegeben. "Es hat nicht so geknallt, wie es vielleicht früher geknallt hat", verriet Bierhoff. "Es ist wichtig, dass wir die nächsten Tage einen guten Mix aus Fokussierung und Angespanntheit finden. Für uns war es wichtig, nicht zur Tagesordnung überzugehen."

Nach dem Umzug von Watutinki in der Nähe von Moskau ans Schwarze Meer erhofft sich der 50-jährige Teammanager, "ein bisschen mehr Leichtigkeit zu finden". Auch die Köpfe sollen in der neuen Umgebung in der Olympia-Stadt von 2014 "frei werden", dabei spiele es keine Rolle, "ob der Himmel mehr blau ist. Jetzt zählt nur Leistung auf dem Platz."

"Enormer" Druck

"Der Druck ist enorm hoch", betonte auch Offensivspieler Thomas Müller am Mittwoch nach dem Training. "Was wichtig sein wird ist, dass wir jetzt gemeinsam nach vorne blicken. Wir haben noch zwei richtige dicke Aufgaben hier in der Gruppe zu erledigen. Wir müssen beide Spiele gewinnen. Und wir werden diese beiden Spiele sicher nicht gewinnen, wenn wir uns jetzt zerfleischen, uns selbst auffressen."