Sport | Fußball-WM
16.06.2018

1:0 für Ronaldo im Superstar-Duell mit Messi

Kein guter Auftakt für Lionel Messi: Nicht nur sein vergebener Elfmeter trübte seinen ersten WM-Auftritt.

Lionel Messi ist bei Argentiniens verpatztem Fußball-WM-Auftakt zur tragischen Figur avanciert. Der fünffache Weltfußballer scheiterte beim 1:1 in Moskau gegen Island in der 64. Minute mit einem schwach geschossenen Elfmeter an Goalie Hannes Halldorsson und konnte sich auch sonst nicht wie gewohnt in Szene setzen.

Messi selbst wollte sich nach dem Schlusspfiff nicht äußern, bekam aber von seinem Teamchef Jorge Sampaoli Trost gespendet. Der Fehlschuss vom Punkt sei "eine weitere Statistik, es ist ein Teil der Vergangenheit. So ist Fußball", betonte der Coach.

Davor hatte Messi nichts unversucht gelassen, um in seinem 16. WM-Match das sechste Tor zu erzielen. Der Offensivspieler gab insgesamt elf Torschüsse ab - mehr als alle Kicker von Saudi-Arabien, Ägypten, Island, Portugal und der Iran in deren ersten Partien. Den Weg ins Netz fand jedoch kein einziger Versuch, was eben auch an Messis mangelhaftem Penalty-Verhalten lag.

Der Barcelona-Profi hat von 103 Strafstößen für Argentinien und die Katalanen 24 vergeben, was eine enttäuschende Trefferquote von 76,69 Prozent bedeutet. Besonders weh tat das Versagen unter anderem im Champions-League-Semifinale 2012 gegen Chelsea oder beim Elferschießen im Copa-America-Finale 2016 gegen Chile. Von seinen jüngsten sieben Elfmetern vergab der bald 31-Jährige gleich vier.

Umso mehr Beachtung fand Messis Scheitern gegen Island, weil tags zuvor Dauerrivale Cristiano Ronaldo beim 3:3 gegen Spanien mit einem Hattrick glänzte - und dabei unter anderem einen Strafstoß souverän verwandelte. Die Bilanz des Portugiesen steht bei 104 verwandelten und 19 vergebenen Elfmetern.

Nur ein schwacher Trost blieb für Messi, der in Russland wohl seine letzte WM absolviert: Bei der EURO 2016 biss sich auch Ronaldo am isländischen Keeper Halldorsson die Zähne aus. Das Turnier-Auftaktspiel der Portugiesen endete 1:1, wenige Wochen später waren die Iberer Europameister.