Sport | Formel-1
27.10.2017

Hamilton darf am Sonntag bereits zur Party laden

Beim Grand Prix in Mexiko ist die Titelentscheidung in der Formel 1 nur noch Formsache.

Eine Entscheidung in der Formel-1-WM ist schon gefallen, die zweite könnte am Sonntag folgen: Am vergangenen Sonntag siegte Lewis Hamilton in Austin und sicherte damit Mercedes den vierten Konstrukteurstitel in Folge. Beim Großen Preis von Mexiko will sich der Engländer nun selbst die Krone aufsetzen. Ein fünfter Platz reicht dem 32-Jährigen für seinen insgesamt vierten WM-Titel.

Die Kernfragen vor dem Grand Prix von Mexiko:

Wie groß ist die Chance, dass Lewis Hamilton in Mexiko Weltmeister wird?
Sehr groß. Der Engländer hat vor dem 18. von 20 Rennen 66 Punkte Vorsprung auf Sebastian Vettel im Ferrari. 75 Punkte sind noch zu vergeben. Selbst wenn Vettel gewinnen sollte, würde Hamilton ein fünfter Platz reichen. Wird Vettel Dritter, dürfte Hamilton in Mexiko sogar ausfallen und wäre dennoch Weltmeister.

Was spricht für Hamilton?
Seine derzeitige Form. Noch nie in seiner Karriere war der Mercedes-Mann so fokussiert. In Austin gewann er zum neunten Mal in dieser Saison. Der Sieg war der fünfte Erfolg im sechsten Rennen seit der Sommerpause. Zudem liegt die Strecke in Mexiko den Mercedes-Boliden: In den beiden Rennen seit der Rückkehr der Formel 1 anno 2015 gab es Doppelsiege.

Haben Vettel und Ferrari noch Hoffnungen?
Nach außen hin hat das Team noch nicht aufgegeben. "Wir kämpfen bis zur letzten Kurve der letzten Runde des letzten Rennens. So ist Ferrari nun einmal", sagte Teamchef Maurizio Arrivabene. In den USA zeigte sich Ferrari wieder verbessert, doch der WM-Zug ist nach den verkorksten Asien-Wochen abgefahren.

Hat das Erdbeben am 19. September Schäden an der Strecke angerichtet?
Nein. Strukturelle Schäden gab es weder an der Strecke noch an Gebäuden. Damals hatte ein Erdbeben der Stärke 7,1 das Zentrum von Mexiko erschüttert, 228 Menschen kamen ums Leben.

Die Rennstrecke liegt auf 2250 Metern Höhe. Welche Auswirkung hat das?
Große. In der dünnen Luft müssen vor allem die Turbo-Motoren mehr arbeiten als sonst. Auch die Aerodynamik verändert sich. Wegen des geringen Luftwiderstandes werden wieder hohe Höchstgeschwindigkeiten erwartet. 372,5 km/h erreichte Valtteri Bottas (damals noch im Williams) im Vorjahr.

Wird der Geschwindigkeitsrekord fallen?
Nein. Die seit 2017 breiteren Autos haben mehr Luftwiderstand. Sie sind zwar in den Kurven schneller, aber auf den Geraden langsamer.