Sport | Formel-1
21.07.2018

Hockenheim: Vettel auf der Pole, Rückschlag für Hamilton

Der Brite musste seinen Boliden bereits nach der ersten Qualifying-Phase abstellen.

Verzweifelt hockte Lewis Hamilton neben seinem Mercedes, die Hand auf der Karosserie, den Helm noch aufgesetzt. Locker hätte sich der vierfache Weltmeister für die nächste Qualifying-Runde qualifiziert, doch es ging nichts mehr. Nach einem leichten Ausritt über die Curbs fiel plötzlich der Hydraulikdruck ab, der Brite konnte die Gänge nicht mehr wechseln - Aus. 

„Wir müssen einige Teile tauschen, aber ich werde starten“, sagte Hamilton und versprach: „ Hockenheim ist ein toller Kurs um zu überholen. Ich bin gespannt, wie weit ich nach vorne komme.“

Jugendtraum

So war der Weg frei für Sebastian Vettel. Der 31-Jährige ist nur 30 Autominuten entfernt in Heppenheim aufgewachsen, 51 Rennen hat er in der Formel 1 gewonnen, doch keines davon auf seiner Heimstrecke auf dem Hockenheimring. Ein Sieg hier ist sein erklärtes Ziel. 

Zumindest im Qualifying hat Vettel dafür die Basis gelegt. In 1:11,212 schnappte er sich im letzten Moment die Poleposition von Valtteri Bottas, der am Sonntag zwischen zwei Ferraris eingeklemmt ist - Kimi Räikkönnen sicherte sich am Samstag Startplatz drei. Es war die 55. Pole in der Karriere von Sebastian Vettel

Niederländer-Ansturm

„Vielen Dank an alle, die mir die Daumen gedrückt haben“, sagte er unmittelbar nach seiner schnellen Runde. „Jetzt wünsche ich mir, dass das morgen so weitergeht. Es ist immer besser und besser geworden.“

70.000 Fans werden für den Rennsonntag erwartet. Doch nicht alle werden Vettel die Daumen drücken. Orange eingefärbt sind einige Tribünen für Max Verstappen, der von Platz vier ins Rennen gehen wird. 

Bottas war mit Rang zwei zufrieden und musste zugeben: „Ferrari und vor allem Sebastian war einfach zu schnell. Ich glaube aber, im Rennen kann das ziemlich eng werden.“

Vom letzten Platz geht Daniel Ricciardo ins Rennen. Am Red Bull des Australiers wurden schon im Hinblick auf die nächsten beiden Rennen Teile des Antriebs getauscht. Das hatte eine Strafversetzung zur Folge. „In Ungarn sind wir immer stark“, sagte Motorsportberater Helmut Marko, der schon das letzte Rennen vor der Sommerpause am 29. Juli im Blick hat. Danach geht es am 26. August im belgischen Spa weiter.