Verstappen profitiert vom Mercedes-Krieg

Für beide Mercedes-Piloten kommt nach wenigen Kurven das aus.

Der erst 18-jährige Max Verstappen hat sensationell den Großen Preis von Spanien in Barcelona gewonnen. Der Red-Bull-Fahrer verwies Routinier Kimi Räikkönen im Ferrari auf den zweiten Platz.

Das Rennen hatte mit einem Paukenschlag begonnen: Die beiden Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg schossen sich gleich in der ersten Runde gegenseitig ab.

Der Deutsche erwischte einen besseren Start als der von der Poleposition ins Rennen gegangene Brite und überholte ihn auch. Rosberg machte die Tür zu, doch Hamilton drängte von hinten, kam dabei ins Gras neben der Strecke und verlor die Kontrolle über seinen Boliden. Beim Versuch, die Kontrolle wieder zu erlangen, berührte er seinen Dauerrivalen und beide flogen daraufhin ins Kiesbett - das Aus für beide Fahrer.

Mercedes-Teamaufsichtsrat Niki Lauda sah die Schuld für den Unfall bei Weltmeister Hamilton. "Für mich ist das unakzeptabel, so einfach ist das", sagte der Österreicher in einem ORF-Interview. "So kann man nicht Autofahren. Er hat versucht, nach vor zu fahren, wo man nicht nach vor fahren kann."

Das Rennen wurde für drei Runden hinter dem Safety Car geführt. Führender war Daniel Ricciardo im Red Bull vor seinem neuen Teamkollegen Max Verstappen. In der 47. Runde verabschiedete sich dann auch Fernando Alonso aus dem Rennen. Ein Defekt am McLaren des Spaniers war schuld am Aus.

Rosberg hatte alle vier bisherigen Saisonrennen gewonnen. Saisonübergreifend hatte Mercedes die vergangenen zehn WM-Läufe für sich entschieden. Der bisher letzte Nicht-Mercedes-Sieger war Ferrari-Star Sebastian Vettel Mitte September 2015 in Singapur.

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