Sport | Formel-1
07.11.2017

Formel 1: Die Alkohol-Probleme der jungen Wilden

Junge Fahrer dürfen nicht überall für Hochprozentiges werben. Das kann die Karriere bremsen.

Beim Großen Preis der USA war Max Verstappen schon auf dem Weg zur Siegerehrung. Dann bekam er eine Zeitstrafe aufgebrummt – und trottete von dannen. Somit blieb offen, wie sich der 20-Jährige auf dem Siegerpodest verhalten hätte. Hätte er einen Schluck vom Champagner gemacht? Das wäre strafbar gewesen.

Verstappen ist zwar alt genug, um als zukünftiger Weltmeister gehandelt zu werden, aber zu jung, um in den USA Alkohol zu konsumieren – und er ist viel zu jung, um in einigen Ländern für Alkohol werben zu dürfen. Genau dieses Alterslimit könnte junge Fahrer die Karriere kosten, etwa den Deutschen Pascal Wehrlein.

Talent reicht nicht

Der zweifellos talentierte 23-Jährige muss zum Saisonende das Team Sauber verlassen. Bei Williams schien eine Türe aufzugehen. Denn dort beendet Felipe Massa (36) endgültig seine Karriere, ein Cockpit wird frei. Ein Wechsel von Wehrlein wäre der logische Schritt, wäre da nicht ein Problem: Martini ist Hauptsponsor von Williams, und dieser besteht darauf, dass zumindest ein Fahrer älter als 25 Jahre ist. Die Getränke des italienischen Herstellers gelten in einigen Teilen der Welt als harte Droge, werben dürfen dafür nur Personen ab einem bestimmten Alter. So musste etwa Lance Stroll (19) beim Grand Prix von Japan einen anderen Rennanzug tragen, auf dem kein Martini-Schriftzug zu erkennen war.

Der Kanadier Stroll ist bei Williams auch 2018 gesetzt, im Rücken hat er die Dollar-Millionen seines Vaters. Also muss der neue Mann an der Seite von Stroll zumindest 25 Jahre alt sein. Und da bringt sich ein neuer Kandidat ins Spiel: Robert Kubica. Der Pole ist 32 und könnte ein spektakuläres Comeback geben, nachdem er sich im Februar 2011 bei einem Rallye-Unfall schwer an der Hand verletzt hatte. Unterstützung erhält er von seinem prominenten Berater: Nico Rosberg.