Sport | Formel-1
19.10.2017

Fernando Alonso bleibt bis 2018 bei McLaren-Renault

Nach den drei katastrophalen Honda-Jahren stand hinter Fernando Alonsos Formel-1-Zukunft ein Fragezeichen.

Der zweifache Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso wird auch 2018 für McLaren in der Formel 1 antreten. Das gaben der Rennstall und der 36-jährige Spanier am Donnerstag vor dem Austin-Wochenende der Königsklasse bekannt. "Das war immer der Platz, wo mein Herz mir gesagt hat, dass ich bleiben soll, und ich fühle mich wirklich zu Hause hier", wurde Alonso in einem Statement zitiert.

Mit Ablauf dieser Saison endet die Partnerschaft von McLaren mit dem Motorenhersteller Honda. Die Japaner werden künftig das zweite Red-Bull-Team Toro Rosso beliefern, McLaren hingegen bekommt Renault-Motoren. Dieser Deal dürfte für Alonso ein wichtiger Grund gewesen sein, warum er sich entschloss zu bleiben. Honda hat es in den vergangenen drei Jahren nicht geschafft, einen konkurrenzfähigen Motor zur Verfügung zu stellen.

Das Ende einer Ehe

Für Alonso ist es das vierte Jahr in Folge bei McLaren - das fünfte insgesamt. Bereits 2007 war er für den englischen Rennstall angetreten, hatte dem damals noch mit Mercedes-Motoren ausgestatteten Team aber nach nur einem Jahr den Rücken gekehrt. Der Wechsel von Ferrari zu McLaren Anfang 2015 war vor allem von der Hoffnung getrieben gewesen, die aus den Zeiten von Alain Prost und Ayrton Senna bekannte Erfolgsehe McLaren-Honda wieder auferstehen zu lassen.

Die Realität sah freilich anders aus: Honda lieferte in den vergangenen drei Jahren kein Erfolgspaket, sondern ein Sorgenkind. Fortschritte waren nur allmählich zu beobachten - von den vor dem ersten Jahr vollmundig angekündigten Siegen ist man bis heute weit entfernt. Selbst bei den 500 Meilen von Indianapolis, bei denen Alonso mit McLaren-Unterstützung antreten durfte, stand unter keinem guten Stern: Auch dort ging der Motor im Heck von Alonsos IndyCar-Renner hoch - auch er stammte von Honda.

Der neue Motoren-Deal mit Renault lässt das Team aus Woking rund um Alonso und seinen Stallkollegen Stoffel Vandoorne aber hoffen: Schließlich zeigte vor allem Renault-Motorenkunde Red Bull in dieser Saison bereits, dass das französische Triebwerk durchaus siegfähig ist. Vielleicht ein Grund für Alonsos langes Zögern: Auch Renault ist alles andere als vor Ausfällen gefeit. Vor allem Max Verstappen hatte in dieser Saison mehrfach mit Antriebsproblemen aufgeben müssen.