Federer ringt Tsonga nieder

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Foto: ap Roger Federer steht im Halbfinale der Australian Open.

Der Schweizer gewinnt in fünf Sätzen und trifft im Halbfinale auf Andy Murray.

Roger Federer komplettiert das Halbfinale der Australian Open. Der Schweizer setzte sich in einem ausgeglichenen Match gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga 7:6(4), 4:6,7:6(4),3:6,6:3 durch. Mit Novak Djokovic, Roger Federer, Andy Murray und David Ferrer schafften damit die Top-Vier der Setzliste den Einzug ins Halbfinale.

Federer und Tsonga lieferten einander ein enges und bis zum Schluss spannendes Match. Die Nummer zwei und die Nummer sieben des Turniers begegneten einander über fünf Sätze auf Augenhöhe. Den besseren Start erwischte der Schweizer, nach 50 Minuten hatte er den ersten Satz im Tiebreak für sich entschieden. Die Antwort des Franzosen folgte prompt, er holte sich den zweiten Satz mit 6:3. Die Entscheidung im dritten fiel erneut im Tiebreak, wieder hatte Federer die besseren Nerven. Doch die Berg- und Talfahrt ging weiter. Tsonga gewann den vierten Durchgang mit 6:3 und rettete sich in den fünften.

Im Entscheidungssatz schaffte der Weltranglisten-Zweite das wichtige Break zum 3:1, brachte anschließend sein Aufschlagspiel nicht ohne Schwierigkeiten durch und zog auf 4:1 davon. Bei Aufschlag Tsonga erarbeitete sich Federer mit starkem und aggressivem Spiel zwei Breakbälle, Tsonga fand jedoch eine ebenso imponierende Antwort und konnte eine frühzeitige Entscheidung verhindern. Speziell in jenem entscheidenden Satz zeigte der Schweizer phasenweise großartiges Tennis und verwertete bei eigenem Aufschlag nach 3 Stunden und 34 Minuten seinen fünften Matchball.

31 Jahre ist Roger Federer mittlerweile alt und wirkt so locker wie nie. In der ersten Runde der Australian Open bekam es der Schweizer mit dem Franzosen Benoit Paire zu tun. "Fedex" machte seinem Spitznamen alle Ehre. Nach einer Stunde und 23 Minuten hatte er den Franzosen 6:2,6:4,6:1 abserviert. Es folgte das Zweitrunden-Duell mit Nikolay Davydenko. Auch der Russe konnte den Schweizer nicht allzu lange auf dem Platz halten. Nach weniger als zwei Stunden stand Federer als Sieger fest - 6:3,6:4,6:4. Sie tragen sicherlich zur Lockerheit des Weltranglisten-Zweiten bei: Seine Frau Mirka (re) sowie die Zwillingstöchter Charlene und Myla. Federers derzeitige Bühne: Die Rod Laver Arena in Melbourne. In der dritten Runde bekam es der Schweizer mit dem australischen Jungstar Bernard Tomic zu tun. Der Lokalmatador hatte im Vorfeld Revanche für die Achtelfinalniederlage aus dem Vorjahr angekündigt. Federer zeigte sich unbeeindruckt, ließ Taten sprechen und den Jungspund verstummen. "Er ist der Größte in der Geschichte des Tennis", hörte man Tomic nach dem Match kleinlaut sagen. Egal in welchem Land der Welt er auftacht, die Fans lieben ihn. Federer ist der Liebling der Massen. Ein Lieblingsgegner ist er für seine Konkurrenten jedoch sicherlich nicht. Im Achtelfinale musste sich der Kanadier Milos Raonic vom "Altmeister" in drei Sätzen belehren lassen. Ohne Satzverlust war er also ins Viertelfinale eingezogen, wo der Franzose Jo-Wilfried Tsonga wartete. Tsonga wehrte sich, zwang Federer in einen fünften Satz, musste sich dem Schweizer am Ende aber dennoch geschlagen geben. Der nächste Gegner heißt Andy Murray.

"Das ganze Match war schwierig, es hätte in jede Richtung gehen können", sagte der Schweizer unmittelbar nach seinem Halbfinaleinzug.

In der Vorschlussrunde bekommt es Roger Federer nun mit Andy Murray zu tun, der im Viertelfinale gegen den Franzosen Jeremy Chardy nur sieben Games abgab und sich souverän in drei Sätzen durchsetzte.

Bilder: Durchmarsch der Favoriten

Der Weltranglistenerste Novak Djokovic konnte bisher am Court überzeugen. Eine wahre "Tennis-Schlacht" lieferte sich der Titelverteidiger mit dem Schweizer Stanislas Wawrinka um den Einzug ins Viertelfinale. Erst nach fünf Stunden durfte sich der Serbe über den Einzug in die nächste Runde freuen. Vergleichsweise einfach gestaltete sich das Viertelfinalmatch gegen den Sechsten der Weltrangliste Tomas Berdych. Nach einer Spielzeit von 2:30 Stunden schickte er den Tschechen mit 6:1,4:6,6:1,6:4  nach Hause. Im Halbfinale demonstrierte der "Djoker" seine Stärke besonders eindrucksvoll. David Ferrer wurde vom Serben förmlich überrollt, unterlag in 87 Minuten 2:6,2:6,1:6. Nach einer längeren Wettkampfpause meldete sich der Zweite der Tennis-Welt, Roger Federer, erfolgreich in Australien zurück. Der 31-Jährige nahm die Achtelfinale-Hürde gegen den kanadischen Youngster Milos Raonic mit 4:6,6:7(4),2:6 ohne Mühe. Insgesamt spielt der Schweizer in Down Under ein gutes Turnier. Um den Einzug ins Halbfinale traf er auf den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga. In einem spannendem Match besiegte er den 27-Jährigen mit 7:6,4:6,7:6,3:6,6:3. Andy Murray konnte sich bisher ohne großen Arbeitsaufwand von Runde zu Runde spielen. Im Achtelfinale siegte er gegen den Litauer Ricardas Berankis (6:3,6:4,7:5).
  Sein Halbfinal-Ticket löste er gegen Tsongas Landsmann Jeremy Chardy. Der Schotte gewann 6:4,6:1,6:2.

(KURIER) Erstellt am
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