Das Jahr des Dominic Thiem

Dominic Thiem erlebte 2016 ein grandioses Jahr.
Dem Niederösterreicher schlug 2016 die große Stunde.

Dominic Thiem blieb bei den ATP-Finals in London nach einer 6:7-3:6-Niederlage gegen Milos Raonic (CAN) der Semifinaleinzug verwehrt. Trotzdem darf der 23-Jährige zufrieden Bilanz ziehen. Er hat in diesem Jahr mehr erreicht, als alle erwartet haben. Die Koordinaten seiner Erfolgssaison.

1 Start bei den ATP-Finals in London genügt dem 23-Jährigen nicht. Die Premiere bei der Tennis-Gala in London machte Lust auf mehr. "Natürlich ist es ein großes Ziel, mich wieder dafür zu qualifizieren", erklärt Thiem. Denn: "Wenn man ein zweites Mal dabei ist, dann ist es endgültig schwer verdient."

2 Wochen wird Dominic Thiem nun keinen Finger rühren und den Tennisschläger links liegen lassen. Nach dem wohlverdienten Urlaub auf den Malediven beginnt der Niederösterreicher schon am 4. Dezember auf Teneriffa die Vorbereitung auf die neue Saison. "Ich gehe mit einem guten Gefühl in die Ferien." Erster Höhepunkt des Tennisjahres 2017 werden die Australian Open sein.

4 Turniere konnte Thiem in dieser Saison gewinnen: Buenos Aires (Sand), Acapulco (Hartplatz), Nizza (Sand) und Stuttgart (Gras). Das Bemerkenswerte daran: Der Österreicher war auf allen Belägen erfolgreich, nur ein Turniersieg in der Halle blieb ihm verwehrt. Insgesamt hält der 23-Jährige nun bei sieben Turniersiegen, damit ist er in der österreichischen Bestenliste hinter Thomas Muster (44 Turniersiege) bereits die Nummer zwei.

5 Prestigeerfolge gegen Top-Ten-Spieler konnte der Niederösterreicher im heurigen Jahr verbuchen: Auf Thiems aktueller Abschussliste stehen Roger Federer (Stuttgart und Rom), Rafael Nadal (Buenos Aires), David Ferrer (Rio de Janeiro) und Gaël Monfils (London).

7 war bisher das beste Ranking von Thiem in der ATP-Weltrangliste. Nach dem Semifinaleinzug bei den French Open, wo er sich erst dem späteren Sieger Novak Djokovic geschlagen geben musste, wurde er für einige Wochen als Nummer sieben geführt. Das Jahr schließt er an achter Position ab.

29 Partien im Doppel absolvierte der Lichtenwörther in dieser Saison. Und auch im ungewohnten Duett konnte Thiem seine Schlagfertigkeit unter Beweis stellen. Bei den Generali Open in Kitzbühel stand er zusammen mit Dennis Novak sogar im Endspiel und sorgte für einen vollen Centre Court.

82 Matches hat Thiem in den Beinen. Damit war er einer der fleißigsten Spieler auf der ATP-Tour. Das Mammutprogramm war vor allem seiner Hochform geschuldet. Bezeichnend, dass am Ende nur der Weltranglisten-Erste Andy Murray 2016 noch häufiger auf dem Platz stand.

230 Doppelfehler unterliefen dem 23-Jährigen in diesem Jahr.

474 Asse hat Dominic Thiem heuer serviert. Ein Beleg dafür, dass er auch beim Aufschlag in der Weltklasse angekommen ist.

48.900 Besucher kamen in diesem Jahr zu den Generali Open nach Kitzbühel. Ein Verdienst von Thiem, der einen regelrechten Tennisboom zwischen Boden- und Neusiedlersee ausgelöst hat. Gleich an vier Turniertagen war der Centre Court ausverkauft, weshalb in Kitzbühel nun schon über ein neues Stadion nachgedacht wird. "Das letzte Mal war’s zu Musters Zeiten so voll", erinnert sich Turnierdirektor Alex Antonitsch.

2.840.000 Euro Preisgeld hat Thiem in diesem Jahr verdient. Allein in London kassierte der Senkrechtstarter nun mehr als eine halbe Million Euro (Finalprämie und Bonuszahlungen).

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