© EPA/SEBASTIEN NOGIER

Sport
09/22/2020

Droht der Tour de France ein Doping-Skandal?

Der Polizeigewahrsam gegen den Arzt und den Betreuer von Nairo Quintana wurde am Dienstag verlängert.

Wegen Dopingverdachts bei einem Team der Tour de France hat die französische Staatsanwaltschaft einem Bericht zufolge Vorermittlungen eingeleitet. Es seien zahlreiche Gesundheitsprodukte entdeckt worden, darunter Medikamente und in dem Zusammenhang auch Hinweise auf Doping (unter anderem 100 Milliliter Kochsalzlösung und Infusionsmaterial), zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP am Montagabend die Staatsanwaltschaft von Marseille. Zwei Menschen wurden demnach am Abend in Polizeigewahrsam genommen.

Bei Vorermittlungen wird geprüft, ob an den Vorwürfen etwas dran ist. Berichten zufolge hatte es am vergangenen Mittwoch eine entsprechende Durchsuchung des Teamhotels und der Fahrzeuge von Arkéa-Samsic in der Nähe von Méribel gegeben, die sich gegen mehrere Fahrer des französischen Teams um die kolumbianischen Brüder Dayer und Nairo Quintana sowie ihren Kollegen und Landsmann Winner Anacona richtete.

Bei den beiden Männern in Polizeigewahrsam handelt es sich laut der Zeitung Le Parisien um Nairo Quintanas Arzt und seinen Betreuer, diese Maßnahme wurde am Dienstag verlängert. Quintana beendete die Tour de France nach einem Sturz in der Vorbereitung und einem weiteren während der Frankreich-Rundfahrt auf Platz 17, so schwach war er zuletzt 2012 bei einer der drei großen Landesrundfahrten notiert.

Arkéa-Samsics Teammanger Emmanuel Hubert bestätigte am späten Montagabend die Razzia, distanzierte sich aber zugleich von allen illegalen Machenschaften. "In 20 Jahren bei der Bewegung für einen glaubwürdigen Radsport haben wir uns immer für ethisches Verhalten und einen entschlossenen Kampf gegen Doping eingesetzt."

Der Verdacht der „Anstiftung zu einer Verwendung einer verbotenen Substanz oder Methode“ stehe im Raum, hieß es in einer Erklärung, aus der die Nachrichtenagentur AFP zitiert. Staatsanwältin Dominique Laurens zufolge droht bei einer Verurteilung eine Haftstrafe von fünf Jahren und eine Geldstrafe von 75.000 Euro.

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