APAHOG04 - 09052008 - WIEN - OESTERREICH: ZU APA-TEXT SI - Susanne Pumper nimmt am Freitag, 09. Mai 2008, waehrend eines Pressetermins zu ihren Dopingvorwuerfen Stellung. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH

© APA/Georg Hochmuth

Doping
04/29/2013

8 Jahre Sperre für Susanne Pumper

Die Langstreckenläuferin ist eine Wiederholungstäterin in Sachen Doping.

Österreichs ehemalige Leichtathletik-Hallen-EM-Medaillengewinnerin Susanne Pumper ist von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) rückwirkend ab 6. März 2012 für acht Jahre gesperrt worden. Die Länge der Sperre, die erst am 5. März 2020 endet, wurde von der NADA Austria damit begründet, dass die 42-Jährige eine Wiederholungstäterin in Sachen Doping ist.

Langstreckenläuferin Pumper war bereits im Frühjahr 2008 zweimal positiv auf EPO getestet und deshalb für zwei Jahre gesperrt worden. Am 19. Dezember 2011 brachte die NADA Austria einen weiteren Prüfantrag wegen eines Verstoßes gegen geltende Anti-Doping Bestimmungen bei der Österreichischen Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) ein. "In diesem Prüfantrag wurde Athletin Susanne Pumper vorgeworfen, dass sie Ende 2008 20.000 Einheiten Dyn-EPO und 30.000 Einheiten EPO zum Preis von 200 Euro erworben hat", hieß es in der Pressemitteilung der NADA am Montagvormittag.

Das von der Rechtskommission durchgeführte Verfahren habe unter Berücksichtigung der vorgelegten Beweise und der Stellungnahmen der Athletin ergeben, "dass Susanne Pumper des Verstoßes gegen die Anti-Doping Bestimmungen schuldig zu sprechen war". Die achtjährige Wettkampfsperre gegen Pumper, die sämtliche Vorwürfe bestreitet, umfasst "jede Form der Teilnahme (sowohl als Wettkämpfer als auch als Betreuer oder Funktionär) an Veranstaltungen".

Sämtliche Ergebnisse, die von Pumper nach dem Vergehen 2008 erzielt worden sind, sind gestrichen worden. Damit hat die Wienerin, die 2005 in Madrid Hallen-Vizeeuropameisterin über 3.000 m geworden war, auch ihre beiden Marathon-Staatsmeistertitel der Jahre 2010 und 2011 verloren. Pumper wurde weiters zum Ersatz der Kosten des Verfahrens verpflichtet. Sie hat vier Wochen Zeit, Rechtsmittel einzulegen.

Hempel suspendiert

Triathlet Hannes Hempel ist von der NADA nach seiner positiven Dopingprobe auf Testosteron erwartungsgemäß "mit Wirkung vom 28. April 2013" suspendiert worden. Die Suspendierung des 39-jährigen Kärntners gelte "bis zum Abschluss des bei der Rechtskommission anhängigen Dopingverfahrens", teilte die NADA Austria am Montagvormittag mit.

Hempel war bei einer Trainingskontrolle am 8. März mit erhöhtem Testosteronspiegel aufgefallen. "Es ist mir unerklärlich, wie es zu diesem positiven Testergebnis gekommen ist", erklärte der seit Jänner 2012 wieder startberechtigte Athlet, der im Mai 2008 für vier Jahre gesperrt worden war, weil er verbotene Substanzen (EPO) an den des Dopings überführten Radprofi Bernhard Kohl weitergegeben hatte.

Hempel hatte dieses Vergehen lange geleugnet. Nach einem Geständnis sowie der Kooperation mit der NADA, die zu Verfahren gegen andere Personen führte, hatte man dem Kärntner aber eine "außerordentliche Strafmilderung" zugestanden und vier Monate seiner Sperre nachgesehen.

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