Siegertänzchen: Serena Williams & Novak Djokovic machten gute Figur.

© APA/EPA/Thomas Lovelock /AELTC HANDOUT

Tennis
07/13/2015

Djokovic: Der Zenit ist noch lange nicht erreicht

Nach dem Triumph des Serben über Roger Federer ging es in Wimbledon noch rund.

von Paulina Huber

"Jetzt weiß auch Roger: Novak ist der König von Wimbledon!", freute sich die serbische Nase Novine nach dem neunten Grand-Slam-Sieg des Nationalhelden. Djokovic selbst führte den Erfolg (7:6, 6:7, 6:4, 6:3) scherzhaft auf seine Vaterschaft zurück: "Ich rate euch allen: Heiratet und zeugt Kinder!" Tatsächlich hat der 28-Jährige seit der Geburt seines Sohnes im Oktober nur drei Matches verloren.

Wahrscheinlicher ist, dass das Geheimnis in seiner Zusammenarbeit mit seinem Trainer, dem sechsmaligem Grand-Slam-Sieger Boris Becker verborgen liegt. Djokovic bedankte sich bei dem 47-Jährigen mit den Worten: "Sein Anteil am Pokal ist so groß wie meiner, auch wenn es ein bisschen gedauert hat, bis wir uns verstanden haben."

Kein Genie ohne Marotte: Der Serbe hat sich – wie nach seinen ersten beiden Wimbledon-Siegen – auch am Sonntag wieder einen herzhaften Bissen vom "heiligen Rasen" genehmigt. Er gibt zu, sich damit einen Kindheitstraum zu erfüllen. Zumindest gesundheitliche Auswirkungen dürfte diese Djokovic-Tradition nicht haben: "Mir wurde versichert, dass alles komplett glutenfrei, biologisch und natürlich ist." Wohl bekomms!

Auch was die sportlichen Aussichten des Tennis-Stars betrifft, muss er sich keine Sorgen machen. Der ehemalige Weltranglisten-Erste John McEnroe zeigt sich der BBC gegenüber zuversichtlich, dass "Djokovic noch mindestens vier oder fünf Grand-Slam-Turniere gewinnen wird".

Wiederauflage 2016?

In der Schweiz, Heimat des unterlegenen Federer, ist die Stimmung naturgemäß weniger euphorisch. Der Tages-Anzeiger schreibt: "Gegen eine Wand gelaufen. Roger Federer fehlte die Macht früherer Wimbledon-Endspiele." Der mit bald 34 Jahren schon als relativ alt geltende vormalige Favorit präsentiert sich dennoch zuversichtlich: "Ich bin an der Nummer 1 gescheitert – gegen ihn darf man verlieren. Trotzdem werde ich jetzt nicht beginnen, das zu akzeptieren. Wir sehen uns im nächsten Jahr."

Gefeiert wurde traditionell in London beim sogenannten Champions Dinner. Typisch All-England-Club: Rennfahrer Lewis Hamilton wurde kein Zutritt gewährt, weil er keine Krawatte trug. Höhepunkt des Abends war zweifellos, als sich Djokovic mit der Nummer eins der Frauen, Serena Williams, auf die Tanzfläche wagte.

von Paulina Huber

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