Diskus-Ass Lukas Weißhaidinger: Traum(a) eines Olympioniken

ÖLV WM-VORSCHAU: WEISSHAIDINGER
Er galt als Mitfavorit. Vier Jahre war lang war jeder Tag auf Tokio 2020 abgestimmt. Was macht die Absage mit einem? Ein Gastbeitrag.

von Lukas Weißhaidinger
Hanna und ich hätten im September in die USA fliegen sollen. Ein Urlaub, den wir uns seit Jahren vorgenommen hatten. Nach den Olympischen Spielen in Tokio 2020 wäre der ideale Zeitpunkt zum Durchatmen, dachten wir. Dream big! Die Lebensweisheit der Amerikaner lässt sich gut für den Leistungssport adaptieren. Setze dir möglichst ehrgeizige Ziele und arbeite täglich daran, sie zu erreichen. Olympia war unser erklärtes Ziel, das von Trainer Gregor Högler und mir. Seit fünf Jahren arbeiten wir an meiner Karriere.

Mittlerweile bin ich Dritter der Weltrangliste, war Zweiter im Diamond-League-Finale, habe EM- und WM-Bronze gewonnen. Top-3-Resultate auf höchstem Niveau sind für mich längst kein Neuland mehr. Soweit zur Vergangenheit. Die sportliche Zukunft war seit meinem sechsten Rang beim Olympia-Debüt in Rio 2016 vorgezeichnet: Ich will auf das olympische Podest.

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