Die EM-Gastgeber im Vergleich

Bereit: Am Freitag startet Österreich (Thomas Zass) in die Heim-EM.
Foto: HAGENpress/Leo HAGEN

Start in die Volleyball-EM in Tschechien und Österreich: Ein Gastgeber will eine Medaille, der andere ein Spiel gewinnen.

Der Teamchef betont es seit Monaten immer wieder. Das Ziel sei, eines der drei Vorrundenspiele zu gewinnen.

Mehr zu erwarten, sei vermessen. "Auch wenn wir in der Vorbereitung einige gute Spiele gezeigt haben, müssen wir Demut walten lassen", sagt Teamchef Michael Warm. "Wir treten mit einer jungen Mannschaft an, der es an Turniererfahrung fehlt."

Realismus

Bereit: Am Freitag startet Österreich (Thomas Zass) in die Heim-EM. Foto: HAGENpress/Leo HAGEN Bereit: Am Freitag startet Österreich (Thomas Zass) in die Heim-EM.

Am Samstag (15.30 Uhr) startet Österreich mit dem Spiel gegen Slowenien in die Heim-Europameisterschaft. Auf eine ausverkaufte Stadthalle hofft Volleyball-Präsident Peter Kleinmann, ORFeins wird das Spiel live übertragen. Viereinhalb Monate Intensivvorbereitung auf die EuroVolley liegen hinter dem Nationalteam, 26 Spiele absolvierte die Mannschaft in dieser Zeit.

Angesichts des enormen Aufwands, der vor der EM betrieben wurde, sind die Ziele niedrig gesetzt. Angesichts der bisherigen Erfolge Österreichs bei Großereignissen klingen sie jedoch vermessen. Sechs Mal nahm Österreich bei einer WM oder EM teil, sechs Mal ohne Erfolg. Die Heim-EM soll nur ein Zwischenschritt sein zum großen Ziel: Olympia 2016 in Rio de Janeiro.

Vor allem soll die EuroVolley 2011 aber die Pannen-Heim-EM von 1999 vergessen machen. Die Zielvorgabe (Platz 5) lag damals fern der Realität. Am Ende reichte es nur für den letzten Platz.

Starker Co-Gastgeber

Tschechien hat Österreich organisatorisch den Vortritt gelassen, die Semifinal- und Medaillenspiele finden in Wien statt. Sportlich sind die Co-Gastgeber jedoch deutlich höher einzuschätzen. Im Land des dreifachen Europameisters wird mit einem Platz im Semifinale und der achten EM-Medaille spekuliert.

Tschechiens Verbandspräsident Zdenek Hanik, ehemals österreichischer Teamchef, hofft auf einen Podestplatz seiner Landsleute. "In Tschechien ist man gewohnt, eine Medaille zu machen. 2001 waren wir daheim Vierte, da wollen wir anschließen."

(kurier / Christina Leitner, Florian Plavec) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?