Sport
20.03.2012

Der harte Weg auf den Olymp der Segler

Österreichische Segler schaffen nach und nach auch den Einstieg in die große Segelwelt.

Hans Spitzauer könnte zum ältesten österreichischen Teilnehmer der Olympischen Spiele 2012 in London werden. Der 47-Jährige muss sich aber noch qualifizieren: Bei der Starboot-WM von 2. bis 12. Mai vor Hyères (F) hat er die einzige Chance dazu. Sein Vorschoter ist Kraftpaket Gerd Habermüller, einst Bobfahrer, Leichtathlet und Trainer der Sprinterin Sabine Tröger. Der hat aber auch andere Ziele: Er ist Teil der Crew von Christian Binder in der RC44-Klasse, die als Formel 1 der Einrumpf-Boote bezeichnet wird.

Das österreichische AEZ Racing Team hat mit der Verpflichtung des Deutschen Markus Wieser endgültig auf Profibetrieb umgestellt. Bei den Regatten vor Lanzarote gab es zwei Wettfahrtsiege und den fünften Gesamtrang. Nächste Station: Cascais (Portugal; 28. März bis 1. April).

Ende Mai gastiert die vom besten Segler der Welt (Russell Coutts) ins Leben gerufene Klasse wieder am Traunsee. "Spätestens da wollen wir ganz vorne mitmischen", sagt Binder, der sich jetzt mit Wieser die Funktion als Taktiker teilt.

Einige der weltbesten Segler machen Pause von der RC44, weil sie zu jenen Crews gehören, die sich intensiv auf den 34. America`s Cup vorbereiten. Unter anderem Coutts selbst, der mit Team Oracle im September 2013 vor San Francisco die älteste Sport-Trophäe der Welt verteidigen will.

Die Ausbildungsklasse für dieses Katamaran-Spektakel ist die Extreme-40-Serie, in der die Doppel-Olympiasieger Roman Hagara und Hans-Peter Steinacher im Red Bull Team zu den besten gehören.

Österreichische Segler schaffen also unabhängig von den Olympischen Klassen, in denen sie traditionell erfolgreich sind, nach und nach auch den Einstieg in die große Segelwelt.

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