Daviscup-Team zeigt sich kämpferisch

REUTERSJuergen Melzer (L) of Austria and fellow Davis Cup team members celebrate their victory over Russia in their Davis Cup world group first round tennis meeting in Wiener Neustadt, February 12, 2012. REUTERS/Heinz-Peter Bader (AUSTRIA - Tags: SPORT TE
Foto: REUTERS Österreichs Spieler werden nicht den Angsthasen zu Ostern spielen.

Selbstbewusste Österreicher wollen die Überraschung von 1990 wiederholen – damals gab es in Spanien einen 3:2-Erfolg.

Der Sieg war etwas Großartiges und kam auch etwas überraschend", sagt Alexander Antonitsch nach dem 3:2-Erfolg von Österreichs Daviscup-Team in Spanien.

Nein, der Tennisexperte mutierte nicht zum Hellseher, sagt auch kein Ergebnis voraus, von dem die österreichische Tennisszene träumt. Zwei Tage vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen in Oropesa del Mar nahe Valencia erinnert sich der heute 46-Jährige an Österreichs einzigen Auswärtssieg in der Weltgruppe.

1990 schlug das Team um Thomas Muster im Achtelfinale die Spanier in Barcelona mit 3:2. "Sie haben damals mit einem jungen Sergi Bruguera und einem routinierten Emilio Sanchez gespielt. Und das Doppel Casal/Sanchez war die Nummer eins der Welt", sagt Antonitsch, der sich an eine gute Atmosphäre erinnert. "Das Publikum ging gut mit, war aber absolut fair."

Nüchterne Zahlen

Daviscup-Statistik Foto: Kurier

Statistiken sollten den Österreichern egal sein, denn zumindest die Auswärtsbilanz in der Weltgruppe gibt wenig Anlass zur Freude. Dem Sieg in Spanien stehen nämlich sieben Niederlagen gegenüber.

2009 waren die Österreicher nicht allzu weit vom zweiten Erfolg entfernt. In Garmisch-Partenkirchen gewann Stefan Koubek sein Auftaktmatch gegen Rainer Schüttler, Jürgen Melzer führte gegen Philipp Kohlschreiber mit 2:0 in Sätzen und 4:2 in Games und hatte eine komfortable 2:0-Führung auf dem Schläger – am Ende siegten doch wieder die Deutschen.

Im Play-off haben die Österreicher zuletzt außer in Chile fast überall gewonnen. Fulminant war das 3:2 gegen Großbritannien 2008 – auf dem heiligen Rasen von Wimbledon. Welch Ehre. In der Weltgruppe war es aber vorbei mit der Herrlichkeit.

Heißer Tanz

Angst vor der Fremde? Das Stadion Marina d’Or mit einem Fassungsvermögen von 12.000 soll fast ausverkauft sein, Österreichs Spieler werden aber deswegen nicht den Angsthasen zu Ostern spielen.

 "So etwas taugt mir ungemein, ich habe noch nie auf so einem großen Court gespielt, das wird sensationell", sagt der Waldviertler Andreas Haider-Maurer, der völlig locker in die Partie geht.

 "Ich bin in jedem Einzel der klare Außenseite und habe nichts zu verlieren, vor allem nach dem ich kaum Vorbereitungsturniere gespielt habe", sagt der 25-Jährige, der seine Sprunggelenksverletzung ausgeheilt hat.

"Es ist immer eine Ehre, die Nationalhymne zu hören, egal ob wir zu Hause oder auswärts spielen", sagt Österreichs Ass Jürgen Melzer.

Kühle Verhältnisse

Die Situation in Spanien ist aber nicht allzu rosig. Nicht, weil die Spanier die Nummer eins der Rangliste sind und mit den zwei Sandplatz-Stars David Ferrer und Nicolas Almagro aufschlagen, sondern weil der Wetterdienst eine Programmänderung prophezeit.

Statt 20 Grad und Sonnenschein, wie im Normalfall an Costa Azahar Anfang April, wird für diese Woche ein Mix aus Regen und Sonne sowie Temperaturen um 13 Grad erwartet. Das Stadion hat kein Dach – also werden Regenunterbrechungen auf der Tagesordnung stehen.

(kurier) Erstellt am
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