Handball, WM-Qualifikation, Play Off Rueckspiel, Oesterreich - Mazedonien, Samstag (16.06.12), Abbert Schulz Halle, Wien: Oesterreichs Viktor Szilagyi (r.) spielt gegen Mazedoniens Velko Markoski. Foto: Guenter Artinger/dapd

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Handball-Team
06/13/2013

Österreich gegen Bosnien um EM-Quali

Österreich hat erstmals die Chance, aus eigener Kraft zu einer EM zu fahren.

von Philipp Albrechtsberger

Österreichs Handballer verreisten als Favoriten. Das reicht schon als Schlagzeile mit Neuigkeitswert. Sofern es nicht gegen Länder ging, in denen Handball so viel Tradition besitzt wie Bobfahren in Burkina Faso, verfügten die Österreicher in der Vergangenheit bestenfalls über Außenseiterchancen.

Außenseiter in der EM-Qualifikationspartie am Donnerstag, ist Bosnien-Herzegowina (17 Uhr MESZ/ live ORF Sport +). Der Gastgeber ist weder eine Handball-Macht noch ein -Zwerg, eher eine launische Ansammlung von jungen Talenten. In Österreich und daheim gegen Russland waren die Bosnier chancenlos, daheim gegen Serbien und in Russland unterlagen sie jedoch nur knapp. Kaum eine bosnische Stammformation ließ sich dabei erahnen. „Wir haben das Videostudium auf 30 Gegenspieler ausweiten müssen“, sagt Team-Tormann Thomas Bauer. „Das ist untypisch und eine gewisse Art der Herausforderung.“

Für die Österreicher steht Historisches auf dem Spiel: Noch nie in der Verbandsgeschichte konnte sich eine Herren-Auswahl auf sportlichem Wege für eine EM-Endrunde qualifizieren. Vor den abschließenden Spielen am Donnerstag in Bosnien und am Sonntag in Innsbruck gegen Russland liegen die Österreicher auf Rang zwei und damit auf EM-Kurs.

Da die Russen gestern daheim gegen Serbien 28:29 verloren, fällt die Entscheidung erst am Sonntag. „Wir sind schon so weit gegangen, jetzt werden wir uns von dem Weg auch nicht mehr abbringen lassen“, betont Viktor Szilagyi. Aus dem 34-jährigen Teamkapitän spricht nicht nur die Erfahrung aus 170 Team-Einsätzen, sondern auch das Selbstvertrauen der letzten Monaten.

Weiterentwicklung erkennbar

Mit Sieg und Remis überstand man das Duell mit Vizeeuropameister Serbien. „Da war die Weiterentwicklung klar zu erkennen“, sagt Teamchef Patrekur Johannesson. Seit eineinhalb Jahren ist der 40-jährige Isländer im Amt, ab Sommer verfügt er über neun Teamspieler in der ersten deutschen Liga. Eine solche rot-weiß-rote Quote in der besten Handball-Liga der Welt gab es noch nie. Bei der Heim-EM 2010 waren es fünf gewesen.

Teamspieler im Ausland und Talente in der österreichischen Liga – das ist es, worauf Johannesson drängt: „Wer in Österreich einen Legionär engagiert, muss sich im Klaren sein, dass er dem Nationalteam nicht hilft.“ Derzeit sind bei einem österreichischen Ligaspiel drei Legionäre pro Klub erlaubt.

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