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Fußball
10/29/2016

Trainersuche einmal anders

St. Pölten sucht einen Chefcoach. Gute Fußballlehrer gibt es nicht nur unter Ex-Teamspielern.

von Andreas Heidenreich

Karl Daxbacher musste als erster Trainer in der Bundesliga-Saison seinen Sessel räumen. Bei der Suche nach einem neuen Juniors-Coach hat Sportdirektor Schinkels mit Thomas Flögel bereits einen Ex-Teamspieler installiert. Wird ein solcher auch die Profis übernehmen? Oder geht man gar neue Wege und bestellt einen weniger prominenten, aber nicht minder erfolgreichen Coach? Der KURIER präsentiert fünf Herren, die auf kleineren Fußball-Bühnen schon große Rollen gespielt haben.

Goran Djuricin hat bereits 18 Jahre Trainer-Erfahrung, er hat an der Basis als U-9-Trainer begonnen. Aktuell ist er Coach des ASK Ebreichsdorf, den er innerhalb von vier Jahren vom vorletzten Platz der 2. Landesliga auf aktuell Rang fünf der Regionalliga Ost geführt hat. Als Assistent von Andreas Heraf war der 42-Jährige auch bei der Unter-20-Weltmeisterschaft 2011 in Kolumbien dabei. Er ist Teilnehmer des aktuellen Lehrgangs zur UEFA-Pro-Lizenz, was ihm auch einen Cheftrainer-Posten in der Bundesliga erlauben würde.

Hans Kleer soll aktuell die Vienna wieder zurück in die Erste Liga führen. Mit dem FAC hat der 47-Jährige Selbiges schon 2014 geschafft. Am Ende seiner Spielerlaufbahn coachte er beim SV Donau auch im Nachwuchs (U 10, U 11) und führte die Kampfmannschaft als Spielertrainer in die Ostliga. Ein weiterer Meistertitel und Aufstieg (in die Wiener Liga) als Spielertrainer gelang ihm mit Gerasdorf. Den Kurs zur UEFA-Pro-Lizenz hat er absolviert, an der Vollendung (Diplomarbeit) werkt er gerade.

Thomas Eidler musste im Alter von 18 Jahren mit dem Fußballspielen aufhören und ist umgehend ins Trainergeschäft eingestiegen. In der Admira-Akademie hat der 39-Jährige Spieler wie Marcel Sabitzer oder Kevin Friesenbichler ausgebildet. Im Amateurbereich hat der Besitzer der UEFA-Pro-Lizenz mit Auszeichnung den 1. SC Sollenau zu zwei Meistertiteln geführt. Den ASK Mannersdorf führte er 2016 in die 2. Landesliga, wo er aktuell als Aufsteiger nach zehn Partien noch ungeschlagen ist. Beim ORF bereitet er seit drei Jahren taktische Analysen im Hintergrund auf.

Andreas Haller hat trotz seiner erst 35 Jahre einiges vorzuweisen. Ein Studium der Sportwissenschaften etwa, das es ihm ermöglicht, in der Fachhochschule Wiener Neustadt Trainingswissenschaften zu unterrichten. Ganz nebenbei ist er seit Jahren als Trainer erfolgreich. Ernstbrunn führte er in die Gebietsliga, Enzersfeld in die 2. Landesliga, die Damen von Spratzern in die Frauen-Bundesliga und mit dem SV Leobendorf lag er vor der am Freitag beginnenden 13. Runde auf Platz eins der NÖ-Landesliga. Für den Lehrgang zur UEFA-Pro-Lizenz hat er sich in diesem Jahr beworben. Aufgenommen wurde er nicht.

Erwin Cseh ist der Mann für Kontinuität beim FC Stadlau. Seit acht Jahren ist der 49-Jährige dort Trainer. 2015 führte er den Klub, der vorwiegend mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs arbeitet, in die Regionalliga und im Aufstiegsjahr gleich auf Platz sechs. Für die UEFA-Pro-Lizenz will er sich bei nächster Gelegenheit bewerben, obwohl er sich ob der aktuellen Anforderungen nur wenig Chancen ausrechnet.

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