Sport | Bundesliga
21.05.2017

Trainer Toni Polster verliert mit Wiener Viktoria 0:24

Der Ex-Internationale musste wegen schlechter Terminplanung mit der Reserve antreten.

Ein Ergebnis mit schlechter Optik gab es am Sonntagvormittag in der Wiener Stadtliga. Der SV Wienerberger (10.) fertigte Wiener Viktoria (9.) im Duell zweier Tabellennachbarn mit 24:0 (14:0) ab. Ein Debakel für Viktoria-Trainer Toni Polster? Mitnichten.

Polster sah sich aufgrund der Terminplanung dazu gezwungen, sein Team im Meisterschaftsspiel zu schonen. Stattdessen entsandte er eine Truppe aus Reserve- und U-18-Spielern zum Stadtliga-Spiel, bei dem er selbst gar nicht anwesend war, obwohl er offiziell als Trainer am Spielbericht genannt wurde.

Damit geht das 0:24 auch offiziell in die Trainer-Statistik des Ex-Stürmers ein. Hergeschenkt hat man das Ligaspiel aufgrund des Toto-Cup-Finales am Dienstag. Da trifft Wiener Viktoria im Happel-Stadion auf Elektra (19.30 Uhr).

Für dieses Endspiel hielt Trainer Polster zeitgleich mit dem Liga-Spiel eine Trainingseinheit ab. Der Toto-Cup ist für die Klubs von großer Bedeutung, der Sieger erhält einen Startplatz in der 1. Runde des ÖFB-Cups.

Terminstreit

Finalgegner ASK Elektra bestritt sein Meisterschaftsspiel bereits am Freitag, hätte dadurch im Endspiel am Dienstag einen klaren Vorteil. Stellt sich die Frage, warum das Spiel zwischen Wienerberg und Wr. Viktoria nicht ebenso auf Freitag vorverlegt wurde?

"Darum haben wir Wienerberg gebeten. Der Gegner hat aber leider auf sein Heimrecht und den Sonntagstermin bestanden", erklärt Wiener-Viktoria-Obmann Roman Zeisel. "Aufgrund der fehlenden Regenerationszeit wäre für unsere Spieler eine erhöhte Verletzungsgefahr entstanden, das kann ich nicht verantworten", sagt der Klubchef.

Wienerbergs Obmann Wolfgang Kamper sagt: "Die Anfrage von Viktoria ist erst neun Tage vor dem Spiel und damit zu spät gekommen. Wir haben elf Nachwuchsmannschaften und fünf Untermieter. Eine Vorverlegung war einfach nicht möglich."

Was bleibt ist in jedem Fall eine schlechte Optik für den Wiener Fußball und das Glück, dass die siegreichen Wienerberger nicht in den Kampf um den Titel oder Klassenerhalt involviert sind.