Salzburg-Trainer Òscar liegt mit seinem Team neun Punkte hinter Sturm.

© APA/GERT EGGENBERGER

Salzburg
10/17/2016

Òscar Garcia spielt mit dem Feuer

Der Spanier ist seinem Ziel, länger als zwei Jahre Trainer zu sein, nicht näher gekommen.

von Stephan Blumenschein

"Für mich sind wir nicht in einer Krise. Wir müssen ruhig bleiben, weiter an uns arbeiten und von Spiel zu Spiel schauen. Es sind noch viele Spiele zu spielen."

Salzburg-Trainer Òscar Garcia spielte nach dem 2:2 beim Wolfsberger AC auf Zeit. Aber wenn ein Serienmeister drei Bundesliga-Spiele in Folge nicht gewinnt, dann kann man nicht gerade von einem Hoch sprechen, noch dazu, wenn der Rückstand auf Tabellenführer Sturm schon neun Punkte beträgt.

Noch nie in der elfjährigen Ära Red Bull war Salzburg nach elf Runden weiter entfernt vom Platz eins als in dieser Saison. Sechs Punkte Rückstand im Herbst 2005 waren bisher die negative Rekordmarke.

Vor elf Monaten musste Peter Zeidler seinen Posten räumen. Die Vereinsführung sah das Saisonziel Meistertitel gefährdet. Der Deutsche hatte nach 18 Runden zwei Punkte Rückstand auf Platz eins. Mittlerweile trainiert Zeidler den FC Sion. Seine Bilanz in der Schweizer Liga ist nach sieben Spielen beeindruckend: fünf Siege, zwei Unentschieden.

Vor dem Spiel am Samstag formulierte Òscar als persönliches Ziel, dass er länger als zwei Jahre Salzburg-Trainer bleiben will. Der Spanier wäre der erste, dem dies seit dem Einstieg von Red Bull gelingen würde. Näher ist er diesem Ziel in der Lavanttal-Arena nicht gekommen.

Auch mit einer Aussage nach dem Spiel, in dem seine Mannschaft in den letzten Minuten eine komfortable 2:0-Führung, die auch bei Red-Bull-Funktionären für Kopfschütteln sorgte: "In der Schlussphase hat der Mannschaft auch die Erfahrung gefehlt", meinte er.

Der 26-jährige Marc Rzatkowski saß ebenso 90 Minuten auf der Ersatzbank wie die beiden 24-jährigen Stefan Stangl und Frederik Gulbrandsen. Dafür spielten der 17-jährige Dayot Upamecano und der 19-jährige Xaver Schlager durch, der 20-jährige Hee Chan Hwang wurde eingewechselt. Auf einen möglichen dritten Wechsel verzichtete Òscar überhaupt.

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