Sport | Bundesliga
25.06.2017

Rapid: Das Rennen um die Nr. 1 beginnt wieder bei null

Djuricin gibt Strebinger eine neue Chance, plant mit drei Systemen und hofft auf einen schnellen Stürmer.

Neue Saison, neues Glück? Für Richard Strebinger stimmt das auf jeden Fall. Der Ersatztormann von Rapid hat plötzlich die Chance, den unter Ex-Trainer Canadi verlorenen Status als Nummer 1 wieder zurückzugewinnen.

"Zuletzt war Knoflach die Nummer 1, aber Strebinger hält auch sehr stark. Für mich beginnen beide wieder bei Null. Das wird ein enges Rennen bis zum Saisonstart", erklärt Trainer Goran Djuricin. Nur Jan Novota, der – wie vom KURIER berichtet – Anfang kommender Woche für Debrecen unterschreiben wird, spielt keine Rolle mehr.

Viererkette fix

Vor dem Goalie wird kommende Saison jedenfalls eine Viererkette verteidigen. "Mit mir wurde bisher 4-2-3-1, 4-1-4-1 und 4-4-2 gespielt. Das bleiben unsere drei Systeme, davon bevorzuge ich aber keines. Ich will, dass der Gegner nicht mehr weiß, welches System ihn erwartet."

Ab Montag wird Boli Bolingoli-Mbombo versuchen, Schrammel links hinten zu verdrängen. Wenn der Belgier abgesagt hätte, wäre die kuriose Überschrift "Barisic zu Rapid" möglich gewesen: Der Kroate Borna Barisic von Osijek war die Alternative.

Gut vorbereitet

Am Freitag gab es ein von Djuricin lautstark begleitetes Taktiktraining im 4-4-2. "Das war auf unseren Test gegen Traiskirchen bezogen. Ich will in wirklich jedes Match bestmöglich vorbereitet gehen", erklärt Djuricin, der dann Samstagabend einen 6:0-(3:0)-Testsieg sah.

Um das System mit zwei Angreifern optimal ausführen zu können, würde aber ein schneller Stürmer benötigt. So einer wie Christoph Monschein, den Djuricin bei Ebreichsdorf Bundesliga-fit gemacht hat. Doch trotz des guten Verhältnisses zwischen Trainer und Stürmer hat sich Rapid beim Transferpoker mit der Admira zurückgehalten. Zum einen wegen des hohen Gehalts, das die Austria geboten hat. Zum anderen aufgrund des drohenden Rechtsstreits.

Ein Kandidat für ganz vorne wäre auch Philipp Schobesberger. Doch der Flügelflitzer hat nach großen Fortschritten im Mai im Urlaub mit stechenden Knieschmerzen einen Rückschlag erlitten. Rückkehr? Ungewiss.

"Ich hoffe, dass wir noch einen Neuen holen können", sagt Djuricin. Dafür muss aber der Kader vorab verkleinert werden. Ohne Novota stehen immer noch sieben Legionäre im Profi-Kader.

Kvilitaia-Comeback

Einer der wichtigsten davon ist Stürmer Giorgi Kvilitaia. Die Reha beim Georgier verläuft nach Plan. "In vier Wochen soll er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können", erzählt Djuricin. Ein Comeback wäre somit Anfang August möglich. "In Runde drei, beim Derby – das wäre doch perfekt", sagt Djuricin und grinst.

In Hütteldorf wird wieder positiv gedacht.