Sport | Bundesliga
12.03.2018

Rapid-Sportchef droht Spielern mit Versetzung

Fredy Bickel nimmt die Trainer in Schutz und sieht die Probleme bei den Spielern.

Sechs Punkte aus sechs Spielen, das ist die schwache Bilanz von Rapid im Jahr 2018. Die Grün-Weißen machten allerdings durch das enttäuschende 0:0 in Altach sogar einen Platz in der Tabelle gut, Rapid liegt wegen der Admira-Niederlage jetzt auf Rang drei.

Dennoch zittert man in Hütteldorf um einen Platz im Europacup, nur ein Punkt trennt die Admira, den LASK und Rapid. Europacup, das ist ein Minimalziel, denn wenn nicht gerade Mattersburg Cupsieger wird, genügt dafür Rang fünf. Sportchef Fredy Bickel polterte nach dem 0:0, nahm aber das Trainerteam in Schutz. Unterm Motto: "Unsere Trainer sind gut, sie gewinnen halt nicht." Der vom Schweizer so geschätzte Djuricin hatte nach dem Spiel gemeint: "Unsere Stürmer sind gut, sie treffen halt nicht."

Bickel sieht die Probleme bei der Mannschaft, die letzte Saison "vier Trainer verbraucht hat". Nun ist wohl auch er gefordert für einen Umbau. Vorerst einmal droht er mit der Versetzung. "Vielleicht tut es dem einen oder anderen Spieler auch einmal gut, wenn er Luft in der zweiten Mannschaft schnuppert. Vielleicht passt es ihnen dort besser", sagte er.

Heile Austria-Welt

Für Thomas Letsch läuft es bei der Austria richtig rund. Der Nachfolger von Thorsten Fink hatte aber auch eine dankbare Aufgabe übernommen. Seine ersten beiden Partien waren jene gegen Nachzügler WAC und Schlusslicht St. Pölten. Gegen die Niederösterreicher hatte man nach der Pause zwei Chancen zugelassen. "Da hat man der Mannschaft auch angesehen, dass das Selbstvertrauen noch nicht so da ist", sagte Letsch. Kommendes Wochenende gastiert man beim Ersten in Salzburg.

Dass dort die Doppelspitze Friesenbichler/Monschein eine Neuauflage erhält, darf bezweifelt werden. Spielmacher Holzhauser agierte abermals offensiver als unter Vorgänger Thorsten Fink, die Austria wirkte im Angriffsdrittel präsenter und mit mehr Möglichkeiten auf einen Abschluss. Vor allem die zwei Stürmer konnten sich vermehrt in Szene setzen, während die Flügelflitzer wie Pires und später auch Venuto nicht wie gewohnt zur Geltung kamen.

Die Austria ist jedenfalls um eine taktische Variante reicher – ob die Aufholjagd in Richtung Europacup-Startplatz Früchte trägt, bleibt wohl bis zum Schluss offen.