23. Juli: Schösswendter startet bei Rapid mit dem Debüttor gegen Ried.

© APA/HERBERT NEUBAUER

Bundesliga
10/02/2016

"In Ried zählen für Rapid nur die drei Punkte"

Abwehrchef Schösswendter weiß um die Bedeutung der Partie für die Hütteldorfer.

von Alexander Huber

In jeder Saison gibt es Spiele, die zwar auch nur drei Punkte bringen, aber wesentlich mehr entscheiden: Partien, die zu Wegweisern werden für den weiteren Verlauf der Meisterschaft. 2016 waren beide Duelle zwischen Ried und Rapid solche Spiele mit langfristigen Auswirkungen. Und auch heute (16.30 Uhr) wird es besonders brisant.

Ein Rückblick: Am 20. März wollten sich die Hütteldorfer für das peinliche 0:4 gegen die Admira rehabilitieren. Während Stürmer Matej Jelic gleich drei 100-prozentige Chancen vergab, verwertete Ried einen von nur zwei Torschüssen: Jakob Kreuzer, mittlerweile bei BW Linz, erzielte das Goldtor.

Rapid-Trainer Zoran Barisic hatte beim 0:1 erstmals das gewagt, was bei Nachfolger Mike Büskens zum Standard wurde: die beiden Kapitäne Steffen Hofmann und Mario Sonnleitner mussten zuschauen. Ohne Erfolg.

Da auch die beiden folgenden Spiele nicht gewonnen werden konnten, war der Titel verspielt und Barisic rückte seinem Ende näher.

Am 23. Juli hingegen wurde Ried beim ersten Ligaspiel im Allianz Stadion mit 5:0 abgefertigt. Das Debüt von Büskens war gelungen, das Stimmungsbarometer im grünen Bereich. Mittlerweile wird aber wieder genörgelt: Zu wenig Esprit, zu viele Remis.

Die Schonfrist für Büskens ist vorbei. Besonders vor der Länderspielpause wäre ein Erfolg für die Stimmung bei den anspruchsvoller gewordenen Hütteldorfern besonders wichtig. "Ich bin weiterhin sehr zuversichtlich, dass wir in der Meisterschaft bis zuletzt eine sehr gute Rolle spielen", sagt Büskens nach dem 0:1 in Bilbao. Das mittelfristige Ziel? "Dass wir im Herbst im Vergleich zu 2015 mehr Punkte holen."

An der Grenze

Kurzfristig zählt nur ein Erfolg im Innviertel – auch wenn die zweite Reise in drei Tagen nach drei englischen Wochen in Serie an die Substanz geht. "Bilbao war das intensivste Spiel dieser Saison. Wir sind alle an die Grenzen gegangen", erzählt Christoph Schösswendter. Der Abwehrchef betont aber, keine Ausreden zu suchen: "Auch wenn wir es spüren werden, muss mit einer konzentrierten Vorstellung ein Sieg rausschauen. Wir haben einfach mehr individuelle Qualität."

Im Vergleich zum 5:0, als Neuzugang Schösswendter gleich das erste Ligator im neuen Heim glückte, hat sich aber einiges geändert: "So werden wir die Rieder nicht mehr erwischen. Sie sind viel stabiler geworden und zu Hause immer ein unangenehmer Gegner. Trotzdem: In Ried zählen nur die drei Punkte. Ohne Wenn und Aber."

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