Sport | Bundesliga
16.04.2017

Fink zu Basel? Austrias Win-Wien-Situation

Den Violetten könnte ihr Trainer Thorsten Fink abhanden kommen - reden will darüber naturgemäß keiner.

Es ist rund um die Veilchen die Causa Prima, auch wenn die Violetten das Thema gerne zur Seite schieben würden. Ein möglicher Wechsel von Trainer Thorsten Fink im Sommer zum FC Basel. „Der Mannschaft hat man nicht angemerkt, dass sie das Thema belasten würde“, so ein erleichterter Fink. „Ich bin heute zufrieden. Aber wir wollen Zweiter werden.“

Ein Abgang des Deutschen hätte eine gewisse Logik. Weil Basel in der Champions League spielt, weil man über ganz andere finanzielle Mittel verfügt als die Austria, die derzeit jeden Euro dreimal umdrehen muss. Weil Fink seinen Ex-Klub bestens kennt, vor allem seine ehemaligen Schützlinge Streller und Frei.

Fink wird keine Sprünge machen können

Die Austria wusste, weshalb sie auf eine Vertragsverlängerung mit Fink bis 2019 drängte. Sie würde nun im Sommer eine monetäre Entschädigung erhalten für einen Trainer, der zwar gerne in Wien arbeitet, der aber in jeder Transferperiode mit einem Wechsel zu einem besseren Klub spekuliert hat. So war er auch schon in Hannover im Gespräch. Dass er nun mit Basel verhandelt, verwundert und überrascht Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt nicht. „Es ist legitim, wenn sich ein Trainer über seine Zukunft Gedanken macht.“

Fink weiß auch, dass er mit dem aktuellen Austria-Kader auch in seinem dritten Trainerjahr in Wien keine großen Sprünge machen wird können. Denn auch im Sommer sind große Transfers ausgeschlossen, weil zuletzt das Geld in erster Linie in das neue Stadion geflossen ist. Und ein vorgezogener und von der Austria geplanter Aufstieg der Amateure in die Erste Liga würde eine weitere Million Euro kosten, was Fink nicht wirklich amüsiert hat, sähe er das Geld doch viel lieber als Investment in seinen Kader.

Die Austria muss sich wohl auch in der kommenden Saison nach der Decke strecken und wird die Saisonziele ähnlich definieren wie im vergangenen Sommer. Platz zwei in der Liga ist das Höchste der Gefühle, der Einzug in die Gruppenphase der Europa League wäre ein abermaliger Glücksfall fürs Börsel und fürs Gemüt.