Sport | Bundesliga
23.02.2018

Dortmund, Milan oder Arsenal warten auf Salzburg

Für Österreichs Meister sind bei der heutigen Achtelfinal-Auslosung prominente Gegner möglich.

RB Leipzig oder Borussia Dortmund aus der Deutschen Bundesliga, Athletic Bilbao oder Atletico Madrid aus der spanischen Primera Division, Lazio Rom oder Milan aus der italienischen Serie A, Gruppengegner Olympique Marseille oder Olympique Lyon aus der französischen Ligue 1, Arsenal aus der englischen Premier League.

Neun Gegner aus den europäischen Top-5-Ligen sind im Achtelfinale der Europa League für Salzburg genauso möglich wie die russischen Klubs Zenit St. Petersburg, ZSKA Moskau oder Lok Moskau, der ukrainische Vizemeister Dinamo Kiew, der portugiesische Spitzenklub Sporting Lissabon oder Viktoria Pilsen.

Dass nur Tschechiens Tabellenführer aus einer Liga kommt, die im aktuellen UEFA-Länderranking hinter dem aktuell Elften Österreich liegt, zeigt nur, wie stark die möglichen Gegner sind, die bei der heutigen Auslosung in Nyon am Genfer See ab 13 Uhr auf Salzburg warten. Eine Setzung gibt es im Achtelfinale nicht mehr.

Ausnahmeregelung

Es können also auch Klubs aus einem Land aufeinandertreffen. Aber da es nach einem Beschluss des UEFA-Exekutivkomitees ausgeschlossen ist, dass einer der drei russischen Klubs auf Kiew trifft, ist für Salzburg die Chance höher, auf einen dieser vier Vereine zu treffen als auf einen Klub aus dem Kreis der anderen elf.

Wunschlos? "Es gibt keines. Wir nehmen, was kommt." Auf diese Frage gab es also eine typische Antwort von Salzburg-Trainer Marco Rose nach dem 2:1-Heimsieg am Donnerstag gegen Real Sociedad. Der gebürtige Leipziger könnte übrigens in seine Heimatstadt reisen. Auf die Frage, ob er gerne seine Familie besuchen würde, wich er – typisch für ihn – elegant aus. Gut, der Red-Bull-Schwesternklub, gespickt mit einer Vielzahl an ehemaligen Salzburg-Spielern, ist ja auch nur einer von 15 möglichen Gegnern. Und seine Familie trifft der Deutsche auch schon heute.

Nur starke Gegner

Wenn sich Xaver Schlager, der gegen Real Sociedad im zentralen Mittelfeld so etwas wie die internationale Reifeprüfung ablegen konnte, schon einen Gegner wünschen müsste, dann wäre dies "Arsenal. Von denen bin ich Fan", meinte der Salzburger Jungstar, der auch in typischer Red-Bull-Manier erklärte: "In der nächsten Runde gibt es nur schwierige Gegner."

"Ein bisschen Losglück wäre nicht schlecht", gab hingegen Innenverteidiger Andre Ramalho zu Protokoll. Der Heimkehrer aus Leverkusen war auch am Donnerstag gegen den Tabellen-Zwölften der Primera Division ein starker Abwehrorganisator. Gegner auf Augenhöhe gibt es einige. Am spannendsten wäre wohl ein Duell gegen Viktoria Pilsen.

Denn Tschechien kann Österreich noch von Platz elf im UEFA-Länderranking 2018 verdrängen. Dieser Rang könnte ja unter einigen Umständen einen Startplatz in der Champions-League-Gruppenphase der Saison 2019/’20 bringen. Derzeit liegt die Bundesliga den Koeffizienten von 0,825 Punkte vor der tschechischen Liga. Mit zwei Siegen in den direkten Duellen durch Pilsen würden die Tschechen dank eines Bonuspunktes für den Einzug ins Viertelfinale noch Österreich überholen.