Ein Salzburger ist bereit für die große Fußballwelt

Salzburg-Trainer Oscar mit Musterschüler Dayot Upamecano © Bild: APA/KRUGFOTO

Der erst 18-jährige Dayot Upamecano zeigte auch gegen Altach auf.

Dass Dayot Upamecano stark spielt, ist mittlerweile Salzburger Normalität. Auch beim überzeugenden 4:1 gegen Tabellenführer Altach zählte der Franzose zu den besten Spielern beim Titelverteidiger. Und trotzdem sollte eines erwähnt werden: Upamecano ist Ende Oktober erst 18 Jahre alt geworden.

Vor eineinhalb Jahren ist der Defensivspieler nach Österreich gekommen – und er ging einen exemplarischen Weg: Beim FC Liefering erlernte Upamecano die Red-Bull-Spielweise, in seiner zweiten Saison ist er bereits Leistungsträger bei den Salzburger Profis.

2,2 Millionen Euro Ablöse bezahlte Red Bull im Sommer 2015 für den damals gerade erst 16-Jährigen an den FC Valenciennes. Und diese Summe ist sicher nicht investiert worden, damit Upamecano bis zu seinem Vertragsende (derzeit 2018) in Salzburg spielt.

Option Salzburg

Dazu passt, dass in Leipzig Diskussionen nach defensiven Verstärkungen entbrannt sind. Beim Leader der Deutschen Bundesliga gibt es in der Abwehr seit Wochen Verletzungssorgen. Im Red-Bull-Umfeld wollen deshalb die Gerüchte nicht verstummen, dass Upamecano schon jetzt ein Thema in Leipzig ist.

Salzburgs Verantwortliche wurden zwar zuletzt nicht müde zu betonen, dass für den Franzosen keine Anfrage vorliegt. Aber wenn Leipzig-Sportchef Ralf Rangnick einen ihrer Spieler verpflichten will, können sie einen Transfer nicht verhindern, auch wenn sie das wollten.

Vorbilder

Nur einer kann das: der Spieler selbst. Das haben Kevin Kampl, André Ramalho und Martin Hinteregger vorgezeigt. Dass es nicht einfach ist, Rangnick einen Korb zu geben, ist aber auch klar. "Wenn du Tag für Tag einen neuen Vertrag mit einem noch höheren Gehalt vorgelegt bekommst, ist es für jeden Fußballer schwer, immer Nein zu sagen", erzählte erst Samstag ein RB-Insider dem KURIER.

Upamecano selbst bekräftigte in den letzten Wochen bei jeder Gelegenheit, dass es ihm in Salzburg ausgesprochen gut gefällt und er dankbar für die vielen Einsatzminuten für sein junges Alter ist. Aber außergewöhnlich sind solche Wortspenden nicht. Ähnliches war auch schon von anderen Talenten zu hören, die mittlerweile mit Leipzig in der großen Fußballwelt für Furore sorgen.

( kurier.at ) Erstellt am 05.12.2016