Die Austria und ihr Europa-League-Endspiel

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Foto: APA/AFP/ANGELOS TZORTZINIS Alles oder Nichts: Die Austria empfängt AEK im Prater.

Die Austria braucht heute gegen AEK Athen einen Sieg zum Aufstieg. Wie der gelingen soll.

Es kling so einfach und ist so schwer. 1:0. Das Minimalergebnis würde der Wiener Austria zum Aufstieg und zum Geldregen gereichen. In den Weg stellt sich heute (19 Uhr/live Puls4 und Sky Sport Austria) den Wienern AEK Athen, dem wiederum ein Remis genügt, um das Sechzehntelfinale der Europa League zu erreichen.

Die Violetten sind vor dem Alles-oder-Nichts-Spiel guter Dinge, das 1:1 zuletzt gegen Salzburg gab noch einmal die nötige Energie für den heutigen Kraftakt. 25.000 Fans werden erwartet, 36 TV-Stationen übertragen live in alle Welt. Trainer Thorsten Fink sieht seine Elf sogar in der besseren Ausgangsposition als die Griechen. "Es ist schwer, auf Unentschieden zu spielen. Meine Spieler hingegen wissen, was sie tun müssen." Gewinnen, die Frage nach dem Wie stellt sich erst gar nicht.

Violetter Heimfluch

Zwei statistische Probleme tun sich für die Austrianer allerdings auf. Einerseits hat man im Europacup daheim im Happel-Stadion das letzte Mal am 18. August 2016 gegen Rosenborg Trondheim gewonnen (2:1). Dem folgten Unentschieden (gegen Pilsen, Limassol) oder Niederlagen (gegen Giurgiu, AS Roma, Osijek, Milan und Rijeka). Auf der anderen Seite gilt Athen als stark in der Fremde, ist in der Gruppenphase noch ungeschlagen. "Irgendwann reißt jede Serie", macht Fink sich und seinen Spielern Mut.

Die Austria wird offensiver agieren als zuletzt gegen Salzburg, Spielmacher Holzhauser soll seine Fäden weiter vorne ziehen. Fink begründet: "Er ist ein Spieler, der sich in solchen Spielen nach oben hin anpassen kann. Andere Spieler erfahren oft im Europacup ihre Grenzen. Seine vielen Assists und Tore zeigen seine Qualität."

Alhassan wird im Dreiermittelfeld den defensiveren Part übernehmen, Prokop könnte Räume nützen, wenn Holzhauser von den Athenern aus dem Spiel genommen wird. Holzhauser freut sich auf das Finale: "Die Stimmung ist bei uns sehr gut, Europa-League-Spiele sind sowieso etwas Besonderes. Es ist Zeit für einen Heimsieg. Eine bessere Möglichkeit als diesmal gibt es wohl nicht."

Wichtige Tugenden

Was spricht heute konkret für die Austria? Fink bleibt diffus. "Meine Mannschaft hat die Qualität, das Spiel zu gewinnen." Es gilt jedoch einige Grundtugenden in die Waagschale zu werfen: Die Defensivarbeit muss funktionieren. Mit jedem Gegentor wird die Aufgabe um ein Vielfaches schwieriger. Holzhauser muss sich nach vorne orientieren, zudem seine Stärke bei Standards ausspielen.

Solospitze Friesenbichler muss zeigen, dass er bereit ist, schmerzhafte Wege zu gehen – und im Strafraum seine unbestreitbaren Qualitäten ausspielen. Die Austria muss für den sportlich Aufstieg und die finanziellen Mehreinnahmen mit Mentalität kämpfen.

(kurier) Erstellt am
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