Sport | Bundesliga
27.10.2017

Die Austria steckt in der Ergebniskrise

Trainer Thorsten Fink ortet eine Leistungssteigerung - auch wenn die jüngsten Ergebnisse nicht dafür sprechen.

Die Wiener Austria hätte nicht schlechter aus der Länderspielpause auf das Fußballfeld zurückkehren können: Vier Spiele, vier Niederlagen – gegen drei starke Gegner. Desaströs gegen Sturm, schwach gegen Rijeka, ebenbürtig in der Liga gegen Rapid, besser als der Erzrivale im Cup. Stets zog man den Kürzeren. "Von den Ergebnissen her haben wir eine Krise, nicht aber von den Leistungen her", bilanziert Trainer Thorsten Fink vor dem Gastspiel am Samstag beim LASK. "Dort können wir schon die Wende einleiten."

Die nicht erhaltenen Elfmeter in den zwei Derbys nahm Fink nach außen hin mit Haltung und Diplomatie zur Kenntnis, vielleicht auch, weil er aktuell ein Teamchef-Kandidat ist. "Es ist schwierig, dass man immer ruhig bleibt. Irgendwann darf man dann auch dem Schiedsrichter was sagen. Ich spreche dann lauter, gehe aber nicht unter die Gürtellinie." Fink ist sicher, dass "das Glück irgendwann zurückkommt, dann gleicht es sich aus. Ich erinnere, dass wir letztes Jahr gegen Rapid einen fragwürdigen Elfmeter erhalten hatten mit Grünwald gegen Sonnleitner."

Seiner Mannschaft attestierte er vor allem beim 1:2 im Cup-Derby eine "hervorragende Leistung. Natürlich werden wir die Fehler ansprechen, vor allem in der Defensive müssen wir cleverer spielen." Speziell vor dem Freistoß von Schobesberger konnte Holzhauser den Ball nicht aus der Gefahrenzone befördern. "Den Ball muss man wegschlagen. Dennoch kann meine Mannschaft den Schalter umlegen."

Positives Denken

Fink erinnert an eine ähnliche Situation in der vergangenen Saison, als die Austria innerhalb einer Woche zwei Mal gegen die Admira verloren hatte. "Danach haben wir uns wieder gefangen und gewonnen. Warum soll uns das nicht jetzt auch gelingen?"

Die Personalsituation wird sich in den kommenden Tagen freilich nicht verbessern, Friesenbichler bleibt für das Spiel gegen den LASK fraglich. Da Serbest als Innenverteidiger absolut überzeugte, wird er weiter mit Westermann ein Duo bilden. Finks Motto für die Zeit bis Weihnachten: "Wir haben derzeit nicht unsere Phase. Aber wir müssen schauen, dass wir bis zum Winter Punkte holen und dran bleiben."