Sport | Bundesliga
24.02.2018

Charaktertest: Austria in der Südstadt unter Druck

Die Austria muss bei der Admira gewinnen. Im Falle einer Niederlage würde es rundgehen - es drohen Konsequenzen.

Genug der Worte, Taten der Austrianer müssen am Samstag ab 16 Uhr in der Südstadt gegen die Admira, einen direkten Konkurrenten um den Europacup, folgen. Das fordert AG-Vorstand Markus Kraetschmer, der von einem Charaktertest für Spieler und Trainerteam spricht. "Es ist Judgement Day. Was vorab gesagt und besprochen wurde, muss auf dem Platz umgesetzt werden." Routinier Michael Madl steht wieder zur Verfügung und soll in der Innenverteidigung die Abwehr stabilisieren und Kommandos geben. "Es ist nicht das erste Mal, dass ich so eine Situation miterlebe. Wir brauchen nicht um den heißen Brei herum reden: Die Partie müssen wir gewinnen."

Klartext

Unter der Woche war Klartext gesprochen worden. Sportdirektor Franz Wohlfahrt: "In so einer Situation, wo unsere Ziele in Gefahr sind, sollte jeder in sich gehen und bereit sein, etwas zu verändern und zu verbessern." Die Vereinsführung traut dem Trainerteam jedenfalls noch zu, das Ruder herumzureißen. "Sonst hätten wir schon andere Maßnahmen gesetzt", so Kraetschmer, der einen "dreckigen Sieg" fordert.

Es gehe um die Art und Weise des Auftretens, es müsse ein klarer Unterschied zu den letzten Spielen erkennbar sein. Bei einer Niederlage besteht jedenfalls Handlungsbedarf. "Bei der Austria gibt es kein Übergangsjahr", so Kraetschmer weiter. "Fakt ist, dass wir das größte und teuerste Trainerteam in der Post-Stronach-Ära haben. Der Kader ist gut genug, um einen Europacup-Startplatz zu erreichen. Da muss man alles herauskitzeln."

Der 29-jährige Madl soll dabei Hilfeleistung stellen. "Wir bekommen zu viele Gegentore, das ist kein Geheimnis. Daran ist aber nicht die Innenverteidigung allein Schuld, sondern die ganze Mannschaft. Wir müssen auf dem Platz einfach mehr miteinander reden." Er selbst will von hinten Kommandos geben und seine Vorderleute einteilen.