Sport
30.10.2018

Wieder keine Einsatzminuten für Pöltl beim Spurs-Sieg

"Ich hätte gern gespielt, aber es ist, wie es ist", zeigt sich der Wiener nach dem 113:108 gegen Dallas enttäuscht.

Neuerlich ohne Jakob Pöltl in der Rotation haben die San Antonio Spurs am Montag mit einem 113:108 n.V. gegen die Dallas Mavericks ihren vierten Sieg im sechsten Spiel der jungen NBA-Saison gefeiert. Der 2,13 Meter große Center aus Wien hält somit weiterhin bei drei Einsätzen bzw. 33:47 Spielminuten für die Texaner, zu denen er im Sommer aus Toronto gestoßen ist.

Pöltl war "natürlich enttäuscht", dass er wieder nicht zum Einsatz gekommen ist. "Ich hätte gern gespielt, aber es ist, wie es ist", sagte er zur APA. Dallas sei eben "wieder ein Team mit einer sehr kleinen Lineup" gewesen und habe nur eine kurze Phase "mit zwei Bigs" gespielt. Er werde im Training "umso härter arbeiten", um in Form und bereit zu bleiben, kündigte der Center aus Wien an. "Wenn es so weit ist, muss ich zeigen, was ich kann."

Das Texas-Duell war zunächst eher "gemächlich" verlaufen, was den Gästen zugutekam, die auch schon am Vortag (104:113 gegen Utah Jazz) im Einsatz waren. So richtig Fahrt nahm die Partie erst nach der Pause auf. Dabei drehten insbesondere die Dreipunkte- Schützen auf beiden Seiten auf. In einem Duell auf Augenhöhe ging es schließlich mit 102:102 in die Verlängerung. DeMar DeRozan hatte den letzten Wurf in der regulären Spielzeit an den Ring gesetzt.

Der Shooting Guard, wie Pöltl aus Toronto nach "Alamo City" gekommen, machte dann dennoch den Sack zu. Er erzielte sechs seiner insgesamt 34 Punkte in der Overtime. Topscorer der Mavericks war der erst 19-jährige slowenische Jungstar Luka Doncic (im NBA-Draft 2018 an dritter Stelle ausgewählt) mit 31 Zählern.

Thompson stellte Rekord auf

Ein Offensiv-Feuerwerk brannten indes die Golden State Warriors ab. Sie bezwangen die Chicago Bulls auswärts 149:124. Schon zur Halbzeit war es rekordverdächtig 92:50 für den Titelverteidiger aus Oakland gestanden. Klay Thompson verwandelte 14 Distanzwürfe (von 24) und stellte damit einen neuen NBA-Dreipunkte-Rekord auf. Der Shooting erreichte die Marke bereits im dritten Viertel im United Center. Insgesamt verbuchte er 52 Zähler in lediglich 26:33 Minuten auf dem Parkett.

Für Stephen Curry, den bisherigen Rekordhalter mit 13 "downtown"-Treffern in einer NBA-Partie, ging indes eine Serie zu Ende: Im achten Saisonspiel verwandelte er erstmals nicht fünf oder mehr "Dreier". In Chicago blieb es bei vier Versuchen und zwei Treffern aus der Distanz für den Point Guard, der mit 23 Zählern bilanzierte.

Bucks mit weißer Weste

Einziges noch ungeschlagenes Team in der NBA sind nach den Montag-Spielen die Milwaukee Bucks. Sie fügten den Toronto Raptors mit einem 124:109 deren erste Saisonniederlage zu. Bei den Siegern scorten sieben Akteure zweistellig. Das Spitzenspiel war ohne die Topstars auf beiden Seiten in Szene gegangen. Bei Milwaukee fiel Giannis Antetokounmpo (Gehirnerschütterung) aus, bei den Raptors war Kawhi Leonard (bekam eine Pause) nicht mit von der Partie.