Sport
05.12.2011

Auch die Blut-Bankiers sind geladen

Gegen die Betreiber von Humanplasma wird wegen Abgabenhinterziehung ermittelt.

Humanplasma. Die affärenumwobene Blutbank in Wien, sie wird auch im Prozess gegen Mayer zum Thema. Gut 30 Spitzensportler wurden zwischen 2003 und 2006 beim Blutdopen unterstützt. Soll heißen: Blut abnehmen, einfrieren, vor dem Wettkampf zuführen. Das ergibt mehr rote Blutkörperchen und eine bessere Ausdauer.

Walter Mayer wurde von den Humanplasma-Verantwortlichen als ein Organisator der verbotenen Blutabnahmen genannt. "Ich war dort", sagt er am Mittwoch vor Gericht. Und: "Es ist kein strafrechtlich relevanter Bestandteil dieser Verhandlung. Außerdem wurde alles, was ich in diesem Fall gesagt habe, seitens der Ermittler zu meinem Nachteil gedreht."

Weitere Prozesse

Gegen die Betreiber von Humanplasma wird wegen Abgabenhinterziehung ermittelt. Nächsten Mittwoch werden ein namhafter Transfusionsmediziner, eine Krankenschwester und der Geschäftsführer der Blutspendezentrale als Zeugen im Prozess gegen Mayer aussagen.

Zwei Topsportler haben im Zuge der Humanplasma-Ermittlungen übrigens einen eigenen Prozess ausgefasst: Ex-Radprofi Totschnig und Ex-Langläufer Botwinow, die Blutdoping-Kontakte zu Humanplasma leugneten. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt sie der Falschaussage.

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