Amyotrophe Lateralsklerose

Der Astrophysiker Stephen Hawking ist der bekannteste ALS-Patient.
Foto: apa

Informationen zur tödlichen Nervenkrankheit

ALS ist eine fortschreitende Erkrankung der motorischen Nervenzellen. Muskelschwäche, Muskelschwund und Lähmungen einzelner Muskelpartien sind die Hauptsymptome der Krankheit. Im Laufe der Zeit führt diese zu einem völligen Abbau und Funktionsverlust der Muskeln und Nervenzellen.

Im europäischen Raum erkranken von 100.000 Personen jährlich nur ein bis drei Menschen an ALS. In West-Neuguinea und auf der japanischen Halbinsel Kii hingegen erkranken jährlich 1000 Menschen an dieser Nervenerkrankung.

Fußballer haben ein relativ erhöhtes Risiko, an einer Form von ALS zu erkranken? Forscher der Universität Pavia wiesen in einer Studie (1970-2001) nach, dass von 7325 italienischen Profi-Spielern 6,5 Prozent im Laufe ihrer Karriere an ALS erkrankten.

Die Krankheitsursachen sind bis heute nicht bekannt. Neurologen vermuten neben genetischer Veranlagung auch Umweltfaktoren als mögliche Auslöser .

Die Überlebenszeit eines erwachsenen ALS-Patienten liegt nach Ausbruch der Erkrankung lediglich bei drei bis fünf Jahren. Hingegen liegt die Lebenserwartung bei einer bereits im Kindesalter auftretenden ALS bei 20 bis 30 Jahren. Einen bekannten Fall juveniler ALS stellt jener des britischen Astrophysikers Stephen Hawking dar.

Die Erkrankung kann alle Muskelgruppen betreffen bis auf eine? ALS kann sowohl die Rumpfmuskulatur als auch die oberen und unteren Extremitäten betreffen. Einzig ausgenommen vom Befall ist die Augenmuskulatur .

ALS wurde bereits vor 100 Jahren entdeckt. Und zwar vom französischen Neurologen Martin-Jean Charcot.

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(KURIER) Erstellt am
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