Sport
05.12.2011

Aderlass: Blut und Spiele

Zahlreiche Spitzensportler haben sich von 2003 bis 2006 von renommiertem medizinischen Personal beim Dopen helfen lassen.

Eine Blutbank in Wien-Alsergrund sorgt Anfang 2008 für weltweites Aufsehen und nachhaltige Untersuchungen: Humanplasma.

Zahlreiche Spitzensportler (darunter nordische Athleten, aber auch Spitzenradfahrer wie Bernhard Kohl) haben sich von 2003 bis 2006 von renommiertem medizinischen Personal beim Dopen helfen lassen. Blut abnehmen, einfrieren, vor dem Wettkampf wieder zuführen - also Blutdoping. Die emsige Betriebsamkeit wird nach Turin eingestellt, Beweismittel (also Blutbeutel) werden vernichtet. Humanplasma erstattet später Selbstanzeige bei der Finanz.

Als Organisatoren der blutigen Deals werden der ehemalige Rudertrainer Martin Kessler, Stefan Matschiner und Walter Mayer genannt. Nicht zuletzt aufgrund dieser Vorfälle wird in Österreich 2008 ein taugliches Anti-Doping-Gesetz im Strafrecht fixiert.