Sport
09.09.2018

17.000 Dollar Strafe für S. Williams nach US-Open-Ausrastern

Für illegales Coaching von der Tribüne, einen zertrümmerten Schläger und den Schiedsrichter-Angriff muss Williams zahlen.

Tennis-Superstar Serena Williams muss nach ihren Ausrastern im Finale der US Open Geldstrafen in Höhe von insgesamt 17.000 US-Dollar zahlen. Das gab der Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in New York am Sonntag bekannt. Die US-Amerikanerin hatte das Endspiel gegen die Japanerin Naomi Osaka am Tag davor mit 2:6,4:6 verloren.

Williams erhielt drei Verwarnungen - die erste wegen Coachings von der Tribüne kostet sie 4.000 Dollar, die zweite wegen des Zertrümmerns eines Schlägers 3.000. Am teuersten war ihre Entgleisung vor Stuhlschiedsrichter Carlos Ramos, der einen kampflosen Game-Verlust im zweiten Satz verhängte. Williams muss wegen einer "verbalen Beleidigung" von Ramos 10.000 Dollar zahlen. Sie hatte den Portugiesen unter anderem als Dieb bezeichnet und ihm hinterher Sexismus vorgeworfen.

Tennis-Idol Billie Jean King sieht nach dem US-Open-Finale unterschiedliche Maßstäbe für Herren und Damen bei der Bestrafung. Die Vorkämpferin für Gleichberechtigung im Tennis stimmte damit Williams zu. King dankte Serena Williams bei Twitter dafür, dass sie am Samstag die unterschiedlichen Standards angesprochen habe. Wenn eine Frau emotional werde, sei sie "hysterisch" und erhalte eine Strafe. Ein Mann sei dagegen "offenherzig", dies habe keine Folgen, schrieb die 74-jährige Amerikanerin nach dem Endspiel aus New York.

Sie sprach sich wie viele andere dafür aus, Coaching nicht mehr zu verbieten. Williams hatte die erste Verwarnung bekommen, weil ihr Coach Patrick Mouratoglou auf der Tribüne Zeichen gemacht hatte, die sein Schützling aber wohl nicht sah. Auch Ex-Tennis-Größe Chris Evert verlangte eine Regeländerung. Die Verwarnung sei aber regelkonform gewesen. "Wäre es ein Herren-Match gewesen, wäre das alles so nicht passiert", meinte die zweifache weißrussische US-Open-Finalistin Viktoria Asarenka.

Der US-Verband erklärte, Mouratglou habe Coaching zugegeben, Williams habe aber klar gemacht, dass sie keines erhalten habe. Die Entscheidungen von Ramos könnten nicht noch einmal überprüft werden und seien endgültig.