ski-wm-news
02/18/2017

Kritische Medien und Läufer nach "Fast-Katastrophe"

Hauptthema in den Schweizer Zeitungen ist am Samstag bei der Ski-WM in St. Moritz natürlich der Unfall der Militär-Flugstaffel gewesen, die am Vortag beim Üben mit Show-Flugzeugen Teile der Seilkamera über dem WM-Zielstadion zum Absturz gebracht hatte. "Kamerakaze" titelte etwa die Tageszeitung "Blick" und verwies auf bereits vorhergehende Unfälle der Schweizer Luftwaffe.

Nicht nur in den Medien wurde der gefährliche Vorfall, bei dem wie durch ein Wunder niemand körperlich zu Schaden gekommen war, kritisch durchleuchtet. Der meistzitierte Skirennläufer zu dem Flugunfall war Felix Neureuther.

Der Technik-Spezialist aus Bayern hatte sich bei praktisch allen Interviews zu dem gefährlichen Vorfall äußerst kritisch geäußert. Eines seiner Zitate lautete: "Es ist ein Wahnsinn. Man muss sich schon die Sinnfrage stellen, ob so was sinnvoll ist zu machen oder nicht. Nicht auszumalen, was hätte passieren können. Die Schweizer, die zicken bei jedem km/h rum, wo man zu schnell fährt und cashen da ab und dann, t'schuldigung, sind sie zu deppert, da zu hoch zu fliegen. So korrekt sie normal sind, es ist einfach Wahnsinn. Meine Eltern sind hier unten und man macht sich natürlich Sorgen. Das gehört nicht zu Skirennen dazu", sagte der Deutsche zu einer TV-Station.

In der Pause des Herren-Riesentorlaufs hatte ein Flugzeug der PC-7-Showstaffel am Freitag beim Üben für die WM-Show das Zugseil der "Wing Cam" des Schweizer Fernsehens durchtrennt und Teile davon zum Absturz gebracht. Diese fielen glücklicherweise auf den zu diesem Zeitpunkt leeren Schneeboden des Zielraums.

Das gerissene Seil war auf jenes der Salastrains-Sesselbahn gefallen, diese musste deshalb kurzfristig gestoppt und der Beginn des zweiten Durchgangs um eine halbe Stunde verschoben werden. Auch der spätere Sieger Marcel Hirscher war auf dem Sessellift "gefangen" gewesen.

Die Luftwaffe sagte in der Folge alle weiteren Flugvorführungen bei den Weltmeisterschaften in St. Moriz ab.

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