ski-wm-news 11.02.2017

Assinger traut jeder ÖSV-Abfahrerin Medaille zu

Roland Assinger ist vor der Damen-Abfahrt am Sonntag bei der WM in St. Moritz optimistisch und traut den vier ÖSV-Damen einiges zu. Alle vier hätten das Potenzial, vorne mitzufahren, sagte der Ex-Rennläufer und heutige Abfahrtschef aus Kärnten im APA-Gespräch. Das sagte Assinger zu:

Den Chancen von Christine Scheyer, Nicole Schmidhofer, Ramona Siebenhofer und Stephanie Venier: "Die vier haben alle das Potenzial, vorne mitzufahren. Jede hat die Möglichkeit, auf das Stockerl zu kommen."

Was entscheiden könnte: "Viel hängt hier vom Wetter ab. Es wird eine hohe Bewölkung geben und die Sicht wird schlecht sein. Aber mit Sonnenfenstern. Also gehört ein bissl Glück dazu. Das hat man auch vor einem Jahr beim Sieg von Mirjam Puchner hier gesehen. Sie hat damals das Fenster gut ausgenutzt. Ich bin gespannt, wie es diesmal wird."

Ob man die Startnummern der Österreicherinnen "streuen" kann: "Schmidhofer ist die Einzige in den Top Ten, sie kommt aber erst als Vorletzte zum Auswählen. Der Rest unserer Mädchen wird gelost, wir brauchen also Glück."

Über die Stimmung im Team: "Sie ist sehr gut. Und die bisherigen Medaillen tun ihres dazu, dass die Motivation stimmt. Unser Gruppengefüge ist sehr stark. Alle vier sind stolz, hier starten zu können."

Ob man von Schmidhofers Goldfahrt im Super-G etwas mitnehmen könne: "Ihre Fahrt war weltmeisterlich. Man kann sich vor allem die Körpersprache und die Entschlossenheit am Tag X abschauen. Dass sie Weltmeisterin ist, hat für die ganze Gruppe einen Schub nach vorne ergeben."

Zum Trainer-Entscheid als Kriterium der Vergabe des vierten Startplatzes an Stephanie Venier: "Ich bin ein gebranntes Kind, was die Quali betrifft. Ich bin in meiner ganzen Karriere nur Qualifikationen gefahren, das saugt brutal aus und dann fehlt dir im Rennen der letzte Kick, weil du immer unter Strom stehst. Das wollten wir vermeiden."

( Agenturen , fls ) Erstellt am 11.02.2017