© ORF/Hubert Mican

Romy
03/03/2020

Stefanie Reinsperger

Die Ex-Buhlschaft lockte als Maria Theresia Hundertausende vor den TV-Schirm.

Es war zwar nicht Sissi, aber die andere große Monarchin Österreichs: Stefanie Reinsperger als "Maria Theresia" war um die Weihnachtsferiertage ein großer Publikumserfolg.Und es war ein neuer Blick auf die Kaiserin: „Maria Theresia wurde so glorifiziert und es macht großen Spaß, da auch hinter die Kulissen zu schauen“, sagte Reinsperger zum KURIER. Vor die Kulissen könnte die Ex-Buhlschaft bei der heurigen ROMY-Verleihung treten: Sie ist für ihre Darbietung als Beliebteste Darstellerin Kino/TV-Film nominiert.

Mit der TV-Event-Produktion "Maria Theresia" hat die gebürtige Niederösterreicherin schon zwei ikonische heimische Frauenrollen gespielt: Denn an der Seite von Tobias Moretti war Reinsperger 2017 und 2018 bei den Salzburger Festspielen als Buhlschaft im "Jedermann" zu sehen. Eine wegen mancher Umstände nicht ungetrübte Erfahrung. Reinsperger hat das Bild der Buhlschaft radikal neudefiniert, was manche als eine Einladung zur persönlichen Kritik angesehen haben. "Wie letztes Jahr hier über mein Aussehen geschrieben wurde, das hat mich sehr, sehr mitgenommen", sagte Reinsperger 2018 zum KURIER. Die Buhlschaft selbst findet sie als Rolle "total stark und total zeitgemäß".

Ein gutes Stichwort: Denn die renommierte Schauspielerin ist nicht nur in derart historischen Rollen zu sehen. Im Salzburger Landkrimi "Das dunkle Paradies" spielte sie zuletzt die  Postenkommandantin Franziska Heilmayr, die zusammen mit Manuel Rubey als Kommissar Martin Merana  wieder das ungleiche Ermittlerduo bildete - und auf der privaten Seite vor Herausforderungen gestellt wurde. "Diese innere Zerrissenheit, die Zweifel und Ängste verkörpert Stefanie Reinsperger famos", stand damals im KURIER.

Reinsperger wurde 1988 in Baden bei Wien geboren und wuchs mit Diplomateneltern teilweise in London und Belgrad auf. Nach dem Studium am Reinhardt-Seminar hat sie im Burg- und daraufhin im Volkstheater gespielt - und zahlreiche Preise eingeheimst. So wurde Reinsperger 2015 als erste sowohl als „Beste Schauspielerin“ als auch als „Nachwuchsschauspielerin des Jahres“ durch die Fachzeitschrift Theater heute ausgezeichnet - für die beiden Burgtheater-Produktionen „Die lächerliche Finsternis“ und „Die Unverheiratete“.

Vor der Kamera stand Reinsperger etwa für David Schalkos Spielfilm „Wie man leben soll“ und in seiner Fernsehserie „Braunschlag“ (2011), für den Kinofilm „Schossgebete“ (2013, Regie: Sönke Wortmann) oder „Licht“ (2016, Regie: Barbara Albert). Auch in einer Episodenhauptrolle in der Fernsehserie „Schnell ermittelt“ war sie zu sehen.