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Romy
03/03/2020

Harald Windisch

Harald Windisch macht medial gar keinen Wind, ist als Schauspieler aber nicht zu übersehen.

von Christoph Silber

Mit dem Thriller „Wiener Blut“ und dem Drama „Ein Dorf wehrt sich“ hat sich Harald Windisch ins Rampenlicht gespielt – das er eigentlich nur am Theater mag. „Ich kann spielen, aber mich nicht verstellen“, sagte der Tiroler in einem KURIER-Interview.

Im vom Mehrfach-ROMY-Gewinner Martin Ambrosch geschriebenen „Wiener Blut“ spielt der 54-Jährige den Kriminaler Markus Glösl, der versucht, in einem an Ibiza gemahnenden, korrupten System zu überleben und sich dabei nicht vollends selbst zu verraten. Eine verlorene Seele, die Windisch vielschichtig transportiert.

In „Ein Dorf wehrt sich – Das Geheimnis von Altaussee“, diesem emotionalen und trotzdem ruhigen Film über die Bergleute und die Rettung der Kunstwerke in den letzten Tagen des Nazi-Regimes, gibt Windisch den Franz Mitterjäger,  der, anders als viele andere, real Widerstand geleistet hat. "Mehr als das Leben kann es uns nicht kosten", sagt der stille Held, dem Windisch hier ein Denkmal gesetzt hat.

Ganz anders gestrickt ist Karl Czerny-Hohenburg. Als Tilias Mann in „Walking on Sunshine“ gastiert Windisch in den österreichischen Wohnzimmern – seine erste Serie übrigens.

Geboren 1966,  absolvierte er die Schauspielausbildung am Innsbrucker Kellertheater und spielte früh in freien Produktionen in Wien und Innsbruck und dann am Volkstheater München bei Ruth Drexel. Ein Fix-Engagement lehnte er ab und er nahm sich eine Auszeit.

Weitere Stationen waren u. a. Tiroler Landestheater, Bregenzer Festspiele, Berliner Ensemble und die Josefstadt.

Zuletzt spielte der Innsbrucker vor allem aber fürs Fernsehen und Kino (Auswahl): „Der stille Berg“, „Vals“, „Das Team“, „Maximilian – Das Spiel von Macht und Liebe“, „Das Wunder von Wörgl“ und „Vienna Blood“.