Romy 26.02.2018

Ulrike Folkerts

Ulrike Folkerts ist seit 1989 als Lena Odenthal am "Tatort" unterwegs. © Bild: ALEXANDER KLUGE

Ulrike Folkerts musste im Laufe ihrer langen, fast 30-jährigen Karriere als Hauptkommissarin Lena Odenthal schon einiges sehen, einstecken, erleben und verdauen. Aber der jüngste Verlust setzte der dienstältesten „Tatort“-Kommissarin wohl besonders zu. Denn nach 21 Jahren und insgesamt 57 gemeinsamen Fällen verlor sie ihren Kollegen Mario Kopper (Andreas Hoppe), dessen Abgang nicht ganz freiwillig war.

Kopper wird in Zukuft von der dynamischen und wesentlichen jüngeren Johanna Stern (Lisa Bitter) ersetzt werden. Mit dieser Veränderung im Team geht Lena Odenthal gewohnt professionell um, wie der kommenden Fall "Waldlust" (am 4. März um 20.15 Uhr in ORF 2) beweist. Aber so ist eben der Lauf der Zeit: Kommissare kommen und gehen. Nur Odenthal bleibt.

Eine Rolle fürs Leben

Ulrike Folkerts wurde mit ihrer Rolle als Kommissarin Lena Odenthal bekannt und populär. Die 1961 in Kassel geborenen Schauspielerin stand 1988 zum ersten Mal als Lena Odenthal vor der Kamera. Mit ihr kam Ende der Achziger ein ganz neuer Kommissarinnentyp auf den Bildschirm: Eine toughe, starke, sportliche und gänzlich uneitle Frau. Eine Kommissarin, die sich in der Männerwelt durchzusetzen wusste. 2002 erhielt sie dafür den Zuschauer-"Bambi" als beliebteste TV-Kommissarin. Darüber hinaus spielte die Wahl-Berlinerin in mehreren deutschen Fernsehfilmen mit - zuletzt stand sie in der Regie von Christoph Schrewe für die Bestseller-Verfilmung "Das goldene Ufer" vor der Kamera.

Folkerts spielt aber auch Theater: 2005 und 2006 war sie bei den Salzburger Festspielen als erste Frau im Jedermann in der Rolle des Tods zu sehen. Am Nationaltheater Mannheim spielt sie in der Saison 2017/'18 in der Uraufführung von Noah Haidles "Für immer schön" in der Regie von Burkhard C. Kosminski die Hauptfigur Cookie.

Heuer ist die 56-Jährige, die seit Jahren mit ihrer Partnerin, der Künstlerin Katharina Schnitzler, in Berlin-Wedding lebt, zum ersten Mal für eine ROMY nominiert.

( kurier.at ) Erstellt am 26.02.2018