Tim Mälzer

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Foto: Philipp Rathmer

Tim Mälzer hat Österreich überlebt und ist für die ROMY erstmals nominiert.

Tim Mälzer hat sich diese Nominierung für die ROMY wirklich hart verdient. In der jüngsten Staffel seines Quoten-Hits Kitchen Impossible auf Vox, eben mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet,  verlangte ihm just Österreich und die Österreicher einiges ab. Es brachte ihm aber auch neue Bestwerte bei den Zusehern in Deutschland und Österreich.

Im Vorarlberger Regen ging Mälzer beim Freiluft-Grillen fast wegen eines Bandscheiben-Vorfalls k.o.. Beim Österreicher Hans Neuner, einer der besten Köche Portugals, lernt er fast so etwas wie Demut, wenn es dieses Wort in seinem TV-Leben gäbe. Und dass er in Richard Rauchs „Steirawirt“ in Trautmannsdorf mit Euter und Hoden kochen musste, forderte Mälzer nicht wenig heraus: „Es sind nicht meine Hoden – aber es tut weh. Aber er schaffte es, am Ende zu triumphieren. Mälzer ist halt nicht bloß der „Dosen-Kasper“, wie er sich manchmal flapsig nennt, sondern ein fähiger (Fernseh-)Koch und, für die Zuseher noch wichtiger, ein toller Entertainer, gleich ob beim Live-Cooking oder bei einer Reihe wie „Kittchen Impossible“.

Tim Mälzer ist allen Bereichen des Kochen umtriebig und oft auch erfolgreich. Er ist TV-Koch, Kochbuch-Autor und Unternehmer. Mit der mit Partnern betriebenen Tellerrand Consulting war er bis kurzem auch am „Salonplafond“ im Wiener MAK beteiligt.

Seine nicht von Tiefschlägen freie Karriere begann im Alter von 21 Jahren im „Hotel InterContinental“ in Hamburg. Nach seiner Ausbildung, die er 1995 mit Auszeichnung abschloss, folgten die Stationen Hongkong und London, bevor er 1997 seine erste Stelle als Küchenchef im „Café Fees“ annahm. Ein Jahr später wurde er Sous Chef im Hamburger Restaurant „Tafelhaus“ von Christian Rach. Nach weiteren Zwischenstationen eröffnete er 2002 sein erstes eigenes Restaurant „Weißes Haus“. Nur ein Jahr später wurde Tim Mälzer mit der  täglichen Koch-Show „Schmeckt nicht – gibt’s nicht“ (Vox) dem  breiten Publikum bekannt, wofür er auch die „Goldene Kamera“ erhielt.  Ab 2007 war Mälzer dann auch bei Vox in der Primetime zu sehen – u.a. in „Die Kocharena“. Im selben Jahr gründete er eine Produktionsfirma, die für Vox  „Born to Cook“ und weitere Kochsendungen wie „Tim Mälzer kocht!“ (ARD) umsetzte.

Bestseller

Als Autor von Kochbüchern lieferte er Bestseller. Sieben Bücher hat er im Zeitraum von 2004 bis 2016 veröffentlicht, sein aktuelles Werk, „Die Küche“, hält sich in den Bestsellerlisten, sein Doppel-DVD-Buch „Der Küchenbulle“ bekam eine Doppelplatin-Auszeichnung. Dazu kamen noch die Live-Show „Ham‘ se noch Hack“, die ihn auch nach Österreich führte.

 Und mitten hinein in diesen Erfolgslauf kam sein Zusammenbruch Mitte 2006. Es sei gewesen, als habe man ihm „die Stromkabel durchgeschnitten“, erzählte er einmal dem Spiegel.

Davon hat er sich nachhaltig erholt: 2009 eröffnete er in Hamburg die „Bullerei“, 2012 folgte das „Hausmanns“ am Frankfurter Flughafen, 2013 der „OFF Club“ in Hamburg und 2015 das „Hausmann“ in Düsseldorf sowie das „Salonplafond“ in Wien, aus dem er sich wieder zurückgezogen hat. Im November 2016 öffnete „Die Gute Botschaft“ am Hamburger Alsterufer seine Pforten.

Außerdem engagiert sich Tim Mälzer für Ernährung und Landwirtschaft sowie für das Projekt „KLASSE, KOCHEN!“. Ziel dieses Projektes ist Übungsküchen für Schulen bereitzustellen, um auf diesem Weg Schülern die Möglichkeit zu geben, die Grundlagen für eine ausgewogene Ernährung praktisch zu erlernen. 

(Kurier.at) Erstellt am
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