Weltbank: Nahrungsmittel zu teuer

Die Preise für lokal angebaute Nahrungsmittel sind drastisch gestiegen.
Foto: AP/Siegfried Modola

In Somalia kostet Hirse im Vergleich zu Oktober um 240 Prozent mehr. Die hohen Preise haben dramatische Auswirkungen auf die Hungersnot.

Die rekordverdächtigen Nahrungspreise haben die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika nach Ansicht der Weltbank verschlimmert. So seien in Somalia die Preise für lokal angebaute Grundnahrungsmittel zuletzt dramatisch in die Höhe geschossen. Hirse koste 240 Prozent mehr als im Oktober vergangenen Jahres, Mais 154 Prozent mehr, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Quartalsbericht der multilateralen Entwicklungshilfeorganisation. "Nirgends bewirkt die Kombination aus hohen Nahrungspreisen, Armut und Instabilität mehr tragisches Leid als am Horn von Afrika", sagte Weltbank-Präsident Robert Zoellick.

Weltweit seien die Nahrungspreise im Juli seit dem Vorjahresmonat um 33 Prozent gestiegen. Mais legte um 84 Prozent zu, Zucker um 62 Prozent. Weizen wurde 55 Prozent teurer und Soja-Öl um 47 Prozent. Insgesamt waren die Preise jedoch 5 Prozent geringer als auf ihrem Höhepunkt im Februar.

(apa / dk) Erstellt am
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