Reise
26.03.2018

Statistik Austria: "Reisen wird zunehmend ein Grundbedürfnis"

Fast 70 Prozent der Österreicher treten mindestens eine Reise pro Jahr an. Menschen über 50 werden zudem immer reiselustiger.

Urlaube und Reisen bleiben den Österreichern weiterhin wichtig. Das bestätigt eine Studie der Statistik Austria, die am Montag vom Tourismusexperten Peter Laimer präsentiert wurde.

Im Zeitraum von 1969 bis 2016 hat sich der Anteil der Österreicher, die mindestens eine Haupturlaubsreise (mit mindestens 4 Nächtigungen) im Jahr antreten, von knapp 28 Prozent auf rund 60 Prozent mehr als verdoppelt. Zählt man Kurzreisen hinzu, liegt der Anteil sogar bei knapp 70 Prozent. Reisen sei zum Grundbedürfnis geworden, kommentiert Laimer die Ergebnisse.

In rund 50 Jahren hat sich das Reisevolumen, also die Anzahl der Reisen pro Jahr, insgesamt von 2,4 Millionen auf 9,6 Millionen vervierfacht. Vor allem Auslandsreisen haben in diesem Zeitraum stark zugelegt (6,4 Millionen) und damit die Zahl der Inlandsreisen (3,2 Millionen) um das Doppelte überschritten. Laimer betonte weiters, dass sich vor allem die Reisetätigkeit von Personen, die über 50 Jahre alt sind, in diesem Zeitraum deutlich gesteigert habe.

Kurztrips boomen

Betrachtet man die Dauer der Sommerurlaube (Juli bis September) in den vergangenen zehn Jahren, so zeigt sich, dass kürzere Reisen (mit weniger als vier Nächtigungen) bei Österreichern immer beliebter werden. Obwohl lange Haupturlaubsreisen weiterhin den größten Teil am Volumen der Sommerurlaube der vergangenen zehn Jahre (4,4 Millionen) ausmachen, verzeichnen Kurzreisen einen wesentlich stärkeren Anstieg als lange. Dies bestätige den Trend bei den Österreichern, kürzer, aber dafür öfter auf Reisen zu gehen, erklärte Laimer.

Dabei zieht es die Österreicher weiterhin ins Ausland. An erster Stelle stehen die Nachbarländer Italien, Kroatien, Deutschland, aber auch Griechenland. Beliebtestes Verkehrsmittel bleibt dabei unverändert der Pkw, mit dem rund zwei Drittel der Sommerurlaubsreisen gemacht wird.

Auffallend ist für Laimer, dass zunehmend mehr Reisen über Reisebüros oder -veranstalter gebucht werden, diese also an Bedeutung gewinnen. Den Grund hierfür sieht er unter anderem in den verbesserten Sicherheitsleistungen bei Reisen über Veranstalter oder Büros, etwa im Falle von Flugausfällen oder Naturkatastrophen.