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Reise
10/10/2019

Relax Guide 2020: Das sind die besten Wellnesshotels des Landes

In Österreich überzeugte nur jedes fünfte. Das südliche Nachbarland punktet durch beeindruckendes Angebot.

von Julia Pfligl

So stressig war es noch nie, sagt Christian Werner, Herausgeber des unabhängigen Wellnesshotelführers Relax Guide, der heute zum 21. Mal erscheint. Mit einem Team aus zwanzig Testern überprüfte Werner anonym alle  1.101 Wellnesshotels des Landes, darunter viele Neueröffnungen, auf Herz und Nieren, sprich: Lage, Service, Ausstattung, Preis-Leistungs-Verhältnis. Er zählte Liegen, vermaß Spa-Flächen und prüfte die Wasserhygiene in den Pools. An die besten Häuser wurden zwischen einer und vier Lilien verteilt, den überwiegenden Teil, knapp 80 Prozent,  erachtet der kritische Hotelleriekenner als „nicht empfehlenswert“. Die Qualität in den Lilien-Hotels sei dafür „besser als je zuvor“, Österreich nach wie vor ein Wellness-Hotspot.

Vier Lilien, 20 Punkte: Der Steirerhof *****

Vier Lilien, 20 Punkte: Reiters Supreme *****

Vier Lilien, 19 Punkte: Astoria Resort *****S

Vier Lilien, 19 Punkte: Feuerberg Mountain Resort ****

Vier Lilien, 19 Punkte: Geinberg5 Private Spa Villas

Vier Lilien, 19 Punkte: Gmachl Genussdorf ****S

Vier Lilien, 19 Punkte: Posthotel Achenkirch *****

Vier Lilien, 19 Punkte: Salzburger Hof *****S

Vier Lilien, 19 Punkte: Wiesergut

Drei Lilien, 18 Punkte: Eggerwirt ****S

Drei Lilien, 18 Punkte: Engel ****S

Drei Lilien, 18 Punkte: Fasching Dorfhotel ****S

Drei Lilien, 18 Punkte: Naturhotel Forsthofgut *****

Drei Lilien, 18 Punkte: Hochschober ****S

Drei Lilien, 18 Punkte: Juffing ****S

Drei Lilien, 18 Punkte: Nesslerhof ****S

Drei Lilien, 18 Punkte: Reiters Finest Family ****S

Drei Lilien, 18 Punkte: Stock Resort *****

Drei Lilien, 18 Punkte: Wasnerin G'sund & Natur ****S

Trotz beeindruckendem Standard im eigenen Land könnten Erholungssuchende schon bald vermehrt nach Südtirol pilgern. Werner entsandte seine Tester für einen Spezialteil im Relax Guide in die norditalienische Boom-Region und fand ein „sensationelles“ Spa-Angebot  vor. 40 Prozent der 250 getesteten Hotels erhielten  mindestens eine Lilie (in Österreich nur 22 Prozent). „Die Infrastruktur in den Hotels ist beeindruckend: viele große Infinity-Pools mit Blick in die Dolomiten, wunderschöne mediterrane Gärten, in denen man sich dank des Klimas fast das ganze Jahr aufhalten kann, auch das Essen ist im Schnitt besser als in Österreich. Die haben uns überrundet.“

Nachhaltigkeit

Über die Landesgrenzen hinweg bleibt Wellness mit Yoga-Angebot ein „Mega-Trend“, zum Leidwesen des Bewegungsapparats aber nicht immer mit gut ausgebildeten Fachkräften, warnt Werner. Im Relax Guide gibt es daher eine eigene Kategorie für Yogis und solche, die es werden wollen. Auch das neu aufgeflammte Umweltbewusstsein schlägt sich langsam nieder: „Immer mehr Hotels schränken sich ein und verwenden nur regionale oder biologische Lebensmittel. Häufig ist das aber leider ein Marketingschmäh, wie wir an der Kennzeichnung vieler Frühstückseier feststellen mussten.“

Nachhaltig sollen auch die Leistungen sein, die Hotelgäste während des Wellnessurlaubs in Anspruch nehmen, stellte Werner bei seinen Recherchen fest. „Das ist ein großer Trend von Seiten der Gäste. Sie suchen sich etwas, von dem sie über den Urlaub hinaus auch im Alltag profitieren: eher weniger die klassische Kosmetikbehandlung, sondern ein Kochkurs oder Bewegungsübungen zur Stressreduktion zu Hause.“

Auch im Jahr 2020 bleibt Wellnessen ein teures Unterfangen, im Vergleich zu den vergangenen Jahren seien die Preise dieses Mal aber nur „moderat“ gestiegen, sagt der Branchenexperte. Einen Kritikpunkt muss er bei all dem Lob anbringen: „Bei der Ausbildung der Mitarbeiter gibt es in vielen Hotels noch Luft nach oben.“

Während die Guten immer besser werden, verlassen die schlechten das Feld. Werner spricht von einer „Marktbereinigung“: „In den vergangenen Jahren haben immer wieder Hotels geschlossen, vor einem Jahrzehnt noch kein einziges. Die schlechten werden weniger.“ Ein „Gesundungsprozess“, wie es Christian Werner bezeichnet. Was ja dann auch wieder zur Wellnessphilosophie passt.

Alle Hotels und Infos: www.relax-guide.com