Die Nockberge locken mit traumhaftem Panorama, ...

© KURIER/Bad Kleinkirchheim / Heiko Mandl

Nockbike
06/17/2015

Wo das Biken eine runde Sache ist

Die Region Bad Kleinkirchheim/Millstätter See setzt erfolgreich auf den Trendsport Mountainbiken.

von Peter Karlik

Fahr’ ich oder fahr’ ich nicht? Noch zehn Meter bis zur 40 Zentimeter hohen Felskante, die 15 Biker zuvor bewältigt haben. Jetzt blicken sie auf den Flachländer. "Halt den Lenker gerade", ruft Bike-Guide Dominik im letzten Moment. Es gibt kein Zurück mehr …

Weshalb eigentlich die Aufregung?

Das Mountainbike nimmt die Angst einflößende Stufe wie eine Gehsteigkante. Zufrieden lächelnd wird das Rad abgestellt und gewartet, ob noch jemand derartig schwitzt vor dem bisschen Stein.

Dominik und sein Kompagnon Miro von der Sportschule Krainer haben ganze Arbeit geleistet. Sie machen aus jedem einen besseren Biker. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener. Sie haben auch jede Menge Erfahrung darin. An jedem ihrer Arbeitstage machen sie ein bis zwei Touren in einem der besten Mountainbike-Reviere Europas – in den Kärntner Nockbergen. Wegen ihrer runden Gipfel bekamen sie ihren Namen und sind genau wegen dieser Beschaffenheit bestens zum Biken geeignet.

Der Sport-Pionier

Dank der Initiative von Sportschul-Besitzer Wolfgang Krainer, der Gemeinden und der Grundstücksbesitzer entstand in der Region Millstätter See und Bad Kleinkirchheim ein Paradies für Mountainbiker namensNockbike. Zirka 20 Touren mit 700 Kilometern Länge und einigen Singletrails stehen den Bikern zur Verfügung. Alle Wege sind ausgeschildert, in diesen Tagen kommt die neue Karte mit allen kürzlich erschlossenen Strecken heraus. "Wir legen großen Wert auf die Trails in allen Schwierigkeitsstufen", sagt Wolfgang Krainer. Trails sind meist schmale Wege, die wegen ihrer Wurzeln, Steinen oder Kehren gewisses Geschick erfordern und immer beliebter werden.
Die Bergabfahrten sind die Belohnung, Höhepunkt in den Nockbergen ist aber das Gefühl, das der Biker erlebt, wenn er einen Gipfel erreicht und in einer der vielen Hütten mit Kärntner Köstlichkeiten verwöhnt wird: Wie auf derAlexander-Hütte nach einem 1000 Höhenmeter-Anstieg von Millstatt weg. Franz Glabischnig und seine Familie bewirten die Gäste mit Produkten aus der eigenen Sennerei und Landwirtschaft. Der Biobauer genießt die Rolle des Nahversorgers: "Wir sind wie Ameisen. Die hat es schon in der Zeit der Dinosaurier gegeben. Wir werden auch die Großkonzerne überleben." Mit dem Wissen über die Sorgfältigkeit bei der Herstellung schmeckt die Brettljause noch besser. Und der Energiehaushalt für den zweiten Teil der Tour ist wieder ausgeglichen.

Die motivierten Rennfahrer

Das ist auch notwendig. Denn die Sportschule mixt die Gruppe mit Rennfahrern. Ein Dutzend Biker aus Hamburg ist angereist. Am 17. Juni beginnt in Bad Kleinkirchheim das bekannte Mountainbike-Rennen Four Peaks(siehe unten). Die Hamburger sind zum Training und zum Kennenlernen der ersten Etappe gekommen.

Mountainbiken ist zum Wirtschaftsfaktor geworden. Die Kärntner haben das verstanden. 6000 bis 10.000 Biker kommen von April bis Oktober in die Nockberge. Die Sportschule Krainer betreut heuer 2500 bis 2800 Biker bei Touren, beim Techniktraining sowie bei Schulsportwochen. Und die Biker-freundlichen Hotelbetriebe erfreuen sich großer Beliebtheit. In Feld am See, dem Standort der Sportschule Krainer, gibt es mehrere Hotels, in denen Mountainbiker nicht mehr wegzudenken sind. Zum Beispiel im Lindenhof, in dem Chef Hannes Nindler selbst begeisterter Mountainbiker ist und gerne auf Touren mitfährt, sind bereits 42 Prozent der Sommergäste Radler.

Tendenz steigend.

Video:

Bike Four Peaks

Von 17. bis 20. Juni kämpfen sich 1000 Biker über die Kärntner Berge. Auf vier Etappen müssen 270,83 Kilometer mit 8861 Höhenmeter bewältigt werden. Die erste Etappe ist ein 50 Kilometer langer Rundkurs in Bad Kleinkirchheim. Favorit bei den Herren ist der 39-jährige Titelverteidiger Christoph Sauser aus der Schweiz. "Du musst ein kompletter Athlet sein, um das Four Peaks zu gewinnen", sagt der mehrfache Weltmeister.

Video:

Anreise bis Auskunft

Anreise Mit dem Auto über die A2 aus Villach oder die A10 über den Millstätter See. Oder mit dem Zug von Salzburg nach Spittal/Millstätter See und dann mit dem Bus bis Bad Kleinkirchheim bzw. Feld am See.

Unterbringung Der Lindenhof in Feld am See hat sich auf Radfahrer spezialisiert. Es gibt einen alarmgesicherten Fahrradraum, Waschmöglichkeit, GPS-Service (Leihgeräte oder Daten für Touren). DZ/HP ab 61 € pro Person,
www.landhotel-lindenhof.at

Weitere Sportarten In der Sportschule Krainer in Feld am See ist es möglich Tennis, Bogenschießen, sowie Wassersportarten uvm. auszuüben. Die Schule bietet auch Jugendcamps an. www.sportschule.at

Pakete Z. B. Nock Five – 5 Gipfel in 4 Tagen ab 452 €/P. im 3*-Hotel/Gasthof für 3 ÜN/HP. www.nockbike.at

Abwechslung Keine 15 Minuten von Feld am See bzw. Bad Kleinkirchheim liegt der Millstätter See mit seinem umfangreichen Freizeitprogramm (Wassersport, Golf, Wandern, Biken, Kultur). Tipp in Millstatt: Hotel Forelle mit direktem Seezugang, DZ/HP ab 88 €/P. www.hotel-forelle.at
www.badkleinkirchheim.at
www.millstaettersee.com

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