Premiere: "Rosamunde Pilcher: Aus Liebe und Leidenschaft". Im Bild: Daniel (Roman Rossa) hat Amy (Annekathrin Bach) zum romantischen Picknick eingeladen. SENDUNG: ORF2, SO, 02.12.2007, 20:15 UHR. - Veroeffentlichung fuer Pressezwecke honorarfrei ausschliesslich im Zusammenhang mit oben genannter Sendung des ORF bei Urhebernennung. Foto:ORF/ZDF/Jon Ailes. Andere Verwendung honorarpflichtig und nur nach schriftlicher Genehmigung der Abteilung ORF/GOEK-Photographie. Copyright:ORF-PHOTOGRAPHIE, Wuerzburggasse 30, A-1136 Wien, Tel. +43-(0)1-87878-14383.

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Südengland
02/26/2013

Kulisse für Romanzen

In Cornwall und Devon spielen die Pilcher-Romanzen. Eine Reise zu den Drehorten.

von Elisabeth Holzer, Caroline Kaltenreiner

Mehr Pilcher geht nicht“, lacht Reiseleiterin Dorothea und zeigt auf Prideaux Place, ein gewaltiges Herrenhaus. „15 Pilcher-Filme wurden hier schon gedreht.“

Cornwall und Devon auf Spuren der Romantikschreiberin Rosamunde P. steht im Reiseprogramm. Klingt nach Kitsch, ist es aber nicht: farbenfrohe Fischerdörfer, zerklüftete Felsküsten, vernebeltes Hochmoor, weiße Sandstrände, imposante Herrenhäuser und niedliche Cottages erwarten die Reisenden. In Cornwall und Devon, dem südwestlichsten Zipfel Großbritanniens, hält die Landschaft, was die Filme versprechen.

Penzance zum Beispiel. Ein kilometerlanger Sandstrand lädt zum Spaziergang ein. Die westlichste Stadt Englands ist auch der größte Badeort an der Südküste Cornwalls. Apropos gehen: Zu St. Michael’s Mount führt bei Ebbe ein gepflasterter Weg, bei Flut versinkt er. Bis ins 5. Jahrhundert reicht die Geschichte der Klosterinsel, auf der eine mächtige Burg thront.

Am Ende des Landes

3147 Meilen sind es übrigens bis nach New York. Auf dem Wegweiser in Land’s End steht das genau: Es ist der westlichste Punkt Großbritanniens, hier treffen Atlantik und Ärmelkanal aufeinander.

Folgt man der Atlantikküste, landet man in St. Ives: Nirgendwo sonst in Cornwall gibt es mehr Galerien und Künstler, die sich hier niedergelassen haben. Weiter nördlich erwartet uns ein nicht weniger reizvolles Plätzchen: Padstow. Früher Fischerdorf, lebt es heute eher vom Tourismus. Padstows malerischer Hafen dient in Pilcher-Filmen oft als Kulisse. Ebenso Prideaux Place, das wunderschöne Herrenhaus der Familie Prideaux-Brune. Sie lebt hier in 14. Generation, öffnet ihr Heim aber gegen Gebühr zur Besichtigung. 24.000 Gäste tun das pro Jahr . Wer Glück hat, erhascht einen Blick auf den Hausherrn, Peter. Er taucht in jedem hier gedrehten Streifen auf – als Chauffeur, Butler, Gärtner ...

Lanhydrock House dagegen ist ein Museum. Es liegt in der Nähe von Bodmin in Cornwall. Salons, Küche, Bediensteten-Zimmer sind original im Stil des 19. Jahrhunderts erhalten. Sehenswert ist auch der geometrisch angelegte Garten: Die ältesten Teile stammen aus dem 17. Jahrhundert. Ob Hecke oder Blumenbeet, hier ist alles millimetergenau ausgerichtet.

Kokoschka in Polperro

Ganz anders wiederum Polperro. Eingezwängt zwischen steilen Felswänden, war es einst ideales Versteck für Schmuggler. Für diese Geschichten gibt es hier ein eigenes Museum. Auch Maler Oskar Kokoschka versteckte sich hier. Auf der Flucht vor den Nazis lebte er in dem Fischerdorf.

Plymouth kennt man aus dem Geschichtsunterricht: Der letzte Landgang der Pilgerväter, die auf der Mayflower nach Amerika segelten, fand hier statt. Im 2. Weltkrieg lag es unter deutschem Bombenhagel. Um die ausgebombte Charles-Kirche führt heute ein Kreisverkehr – Besichtigung und Funktionalität sind so perfekt vereint.

Als wir zum Dartmoor National Park gelangen, liegt dicker Nebel über ihm. „Der Hund von Baskerville“ spielt hier, in dieser bizarren Landschaft mit seinen hoch herausragenden Felskuppen. Im Nebel tauchen plötzlich Ponys auf: Rund 3000 leben frei im Dartmoor.

Auch in der Grafschaft Devon werden viele Pilcher-Filme gedreht. Exeter, die alte Hauptstadt, ist voll mit Geschichte: Da mittelalterliche Kathedralen, dort Häuserzeilen aus der Tudor- und Stuart-Epoche. Glastonbury etwa: Jünger Jesu sollen den Grundstein für die Abtei gelegt haben, Josef von Arimathäa den Heiligen Gral hierher gebracht haben und König Artus’ letzte Ruhestätte soll unter den Ruinen liegen.

Von Artus ist der gedankliche Sprung zu Merlin und Stonehenge nicht schwer. Merlin soll nach so mancher Erklärung die Monolithen hergezaubert haben. Hunderttausende Besucher umrunden pro Jahr die acht bis neun Meter hohen Steine. Angreifen kann man sie nicht, sie sind durch Absperrungen gesichert. Auch in Salisbury ist Geschichte nur fast zum Anfassen nah: Eines der vier Originale der Magna Charta ist in der frühgotischen Kathedrale ausgestellt.

Berühmtes Seebad

Brighton ist nicht minder hübsch. Es ist Englands berühmtestes Seebad: 500 Meter in das Meer reicht der Brighton Pier, dessen leuchtend weiße Kuppel weithin zu sehen ist. Auch ein Hauch Orient liegt über Brighton – wegen des Royal Pavilion aus dem 18. Jahrhundert.
Bath, UNESCO-Weltkulturerbe, liegt zwar schon in der Grafschaft Somerset, doch den Royal Crescent muss man gesehen haben. Es war einst die wohl schönste Reihenhaussiedlung der Welt: 30 Häuser im Bogen arrangiert und mit ionischen Säulen verziert. Und natürlich wissen auch die Pilcher-Regisseure, was gefällt: Auch in Bath haben sie gedreht.

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