Koh Chang: Eine geheime Perle Thailands

Thailand, das ist Koh Samui, Phuket, Bangkok, Phi Phi Island. Daneben gibt es aber noch viel mehr zu entdecken, wie die "Elefanteninsel".

Thailand kennt jeder. Wer noch nicht dort war, hat zumindest schon einige Bilderbuchstrände in Filmen oder Magazinen gesehen. Neben den Touristenhochburgen im Süden gibt es aber auch noch ein paar Geheimtipps, die schon gar nicht mehr so geheim sind. Koh Chang ist so ein Fall. "Elefanteninsel" heißt das Eiland im Golf von Thailand übersetzt. Nicht, weil die Tiere hier heimisch sind. Sondern weil die natürliche Form der Insel an einen Elefantenkopf erinnert. Erreichbar ist sie nur mit der Fähre. Autofähren verkehren aber regelmäßig. In der Hauptsaison sogar im Halbstundentakt. Die Insel hat einiges zu bieten: Dichten, meist unberührten Regenwald im hügeligen Inselinneren, der eine Vielfalt an Tieren beheimatet ... ... und feinsandige, weiße Strände. Der White Sand Beach hält was er verspricht. Und die vorgelagerten Korallenriffe sind ein Paradies für Schnorchler und Taucher. Unmengen bunter Fische, wunderschöne Korallen und andere Wasserpflanzen soweit das Auge reicht. An den von Palmen gesäumten Küsten lässt es sich aber auch gut faulenzen und die Seele baumeln lassen. Da verwundert es nicht weiter, dass die Insel in den 1980er Jahren von Backpackern und Aussteigern entdeckt und eingenommen wurde. Die einfachen Bambushütten säumen immer noch die Strände. Vereinzelt sind sie auch noch da, die Individualisten, die sich auf die charmante Insel zurückziehen und ihre Ruhe haben wollen. Längst haben die Backpacker die Insel aber nicht mehr für sich alleine. Seit Ende der 1990er Jahre wird Koh Chang mehr und mehr touristisch erschlossen. Ressorts und Bungalows reihen sich aneinander ... ... und die Infrastruktur wurde ausgebaut. Es gibt aber immer noch nur eine "Hauptstraße", die sich durch die Insel zieht und den Norden mit dem Süden verbindet. Neben dem Fischfang leben die Inselbewohner mittlerweile vom Tourismus. Ein freundlich-fröhliches Völkchen übrigens, äußerst hilfsbereit und redselig vergibt es auch gerne mal kleinere Geschenke an Touristen. Einen Abstecher in die Mangrovenwälder sollte man unbedingt wagen. Nachts locken findige Fremdenführer Touristen gerne auf kleinen Booten in die Sümpfe, um ihnen Schwärme von Leuchtkäfern zu zeigen. Kleine, glühende Punkte sind wirklich zu sehen in den Sümpfen. Allerdings erhellen keine kleinen Käfer den nachtblauen Himmel, sondern Leuchtdioden, die als solche verkauft werden. Was soll's. Sollen die Insulaner doch ihre Freude haben mit ihrem "Touristenschmäh". Man kann es ihnen wirklich nicht verübeln. Auch nicht, dass die Preise für Kleidung und Mitbringsel vielleicht ein bisschen höher sind als auf dem Festland. Man ist ja nicht zum Shoppen hier. Muss ja auch nicht immer sein, schließlich ist relaxen angesagt. Am Besten im "Buddha View". Das Lokal direkt am Wasser ist auf Stelzen gebaut. Durch Auslassungen im Holzboden können während dem Essen die Fische im Meer darunter beobachtet werden. Oder man genießt einfach das herrliche Panorama der "Elefanteninsel". Frisch von der Palme wird an jeder Ecke eine Kokosnuss feilgeboten. Das Kokoswasser wird direkt aus der frischen Nuss geschlürft. In vielen Gebieten ist es wichtiger Trinkwasserersatz. Es schmeckt aber auch wirklich lecker! Viele Lokale zeugen noch von vergangenen Tagen, als nur wenige Aussteiger die Insel für sich entdeckt hatten. Die "Pilot Bar" zum Beispiel hat ein umfangreiches Frühstück im Angebot inklusive herrlicher Crepes mit Schoko und Bananen. Eine süße Stärkung schadet auch nicht bevor es ins Landesinnere geht. Zahlreiche Wasserfälle gilt es auf Koh Chang zu entdecken, oder besser gesagt zu erklettern. Über Stock und Stein geht es bei Temperaturen über 30 Grad und einer hohen Luftfeuchtigkeit eher mühsam voran. Aber es lohnt sich: Der Khlong Phlu Wasserfall etwa bildet einen Fluss, in dem es sich herrlich plantschen lässt. Ein Sprung ins kalte Süßwasser ist eine kühlende Entschädigung für den Weg durch den Dschungel. In dem Fluss tummeln sich viele große und kleine Welse und andere Fische. Die nicht zahmen Fische warten auf Futter und fressen nach einer Weile aus der Hand. Koh Chang zählt neben 40 weiteren Inseln im Golf von Thailand zum "Mu Koh Chang Marine Nationalpark". Koh Chang ist die drittgrößte Insel Thailands. Dank ihrer wunderschönen Natur konnte sich die "Elefanteninsel" den Charme der verträumten Insel bewahren.
(KURIER.at) Erstellt am
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